12.05.2016, 18:48 Uhr

Ein neues Haus und eine App – Das Keltendorf Mitterkirchen wird 25

Das Keltendorf Mitterkirchen feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum. (Foto: Marktgemeindeamt Mitterkirchen im M.)
Lehen: Keltendorf Mitterkirchen |

Das Keltendorf Mitterkirchen startete am 15. April in eine ungewöhnliche Saison: Zum 25. Geburtstag bekommt das 1991 gegründete Freilichtmuseum im Machland eine „Museums-App“, mit deren Hilfe Besucher zukünftig das Dorf erkunden können. Ab Juni wird zudem unter der Leitung des Experimentalarchäologen Wolfgang Lobisser ein Hallenhaus entstehen, an dem auch Nicht-Archäologen mitarbeiten können.

Ein Vierteljahrhundert nach seiner Gründung hat das Keltendorf Mitterkirchen ohnehin Einiges vorzuweisen: Rund zwanzig Gebäude gibt es dort, die den Besuchern den Blick in ein exemplarisches Dorf vor rund 2700 Jahren erlauben. Seit 5 Jahren wird das Keltendorf jeden Sommer im Rahmen von „Prunkwagen und Hirsebrei“ für zwei Wochen bewohnt. Auch heuer kann man in der Zeit vom 17. bis 30. Juli ganzen Familien dabei zusehen, wie sie das Leben der Menschen zur Hallstattzeit im Machland imitieren. Hintergrundinformationen zu Geschichte und Gebäuden liefert zukünftig hochmodern eine App, die man sich in Kürze kostenfrei auf das Smartphone und iPhone laden kann.

Das Veranstaltungsprogramm von 2016 umfasst über 10 Workshop-Termine, in denen sich die Teilnehmer mit prähistorischen Handwerkstechniken vertraut machen können. Außerdem werden fünf Familiennachmittage stattfinden, an denen zum regulären Eintrittspreis zahlreiche handwerkliche Stationen Besucher jeden Alters zum Mitmachen einladen. Eine besondere Gelegenheit erhalten Selbermacher aber anlässlich des Baues eines Hallenhauses, mit dem im Juni begonnen werden soll.

Unter der Leitung des Experimentalarchäologen Wolfgang Lobisser vom Vienna Institute for Archaeological Science (VIAS) der Universität Wien wird ein 9x20m großes Gebäude errichtet, das auf ein hallstattzeitliches Vorbild aus der Siedlung der Heuneburg in Baden-Württemberg (D) zurückgeht. Das mit traditionellen Techniken errichtete Hallenhaus soll künftig als Veranstaltungsort für private Feiern und wissenschaftliche Tagungen dienen. Wer Interesse hat, mit einem der führenden Experten für experimentelle Archäologie im deutschen Sprachraum und seinem Team zusammenzuarbeiten, kann sich per E-Mail unter freilichtmuseum@mitterkirchen.at, Betreff „Mitwirken am Hallenhausbau“, registrieren lassen.

Das Keltendorf Mitterkirchen wurde 1991 nahe dem Platz einer vorangegangenen archäologischen Ausgrabung einer hallstattzeitlichen Siedlungs- und Begräbnisstätte eröffnet. Das Freilichtmuseum, das von der Gemeinde Mitterkirchen verwaltet wird, verfügt aktuell über 20 Gebäude und bietet ein umfangreiches Vermittlungsprogramm an. Es wird jährlich von rund 15.000 Menschen besucht.
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