12.08.2016, 10:41 Uhr

Verbände, Blaulicht und Defi: Erste Hilfe in der Lebenshilfe Grein

(Foto: ÖRK, Bezirksstelle Perg)

Heidi Wagner ist eine Rotkreuz-Allrounderin: Sanitäterin (bis 2012), Lehrbeauftragte für Erste Hilfe und für Säuglings- und Kindernotfälle und Teamleiterin beim Betreuten Reisen. Beruflich war die 68-Jährige als Diplomierte Behindertenbetreuerin in der Diakonie tätig.

GREIN. „Ich habe einfach einen guten Draht zu beeinträchtigten Menschen: Ich mag sie – und sie mögen mich“, erzählt Heidi Wagner. Darum ist sie auch für den Erste-Hilfe-Kurs mit Klienten der Lebenshilfe Grein prädestiniert. 12 Personen aus dem Aktivshop lernen in mehreren Einheiten bei der Naarnerin die Grundlagen des schnellen Helfens. Eigentlich ist es ja ein Auffrischungslehrgang, denn schon vor vier Jahren war sie lehrenderweise in der Lebenshilfe zu Gast. Die meisten Teilnehmer waren damals auch dabei und bringen darum Vorwissen mit. „Die Notrufnummer ist 144, das weiß ich; und wenn sich bei uns wer wehtut, dann bleibt immer einer beim Patienten und der andere holt Hilfe“, sprudelt es aus Petra heraus. Einen Menschen in Not nicht allein lassen – das ist für die lebhafte Gruppe eine berührende Selbstverständlichkeit!

„Hab Mut, nur Mut“

Am Beginn der Lehrstunden stimmen Heidi und ihre Schützlinge jeweils mit großer Begeisterung das schmissige Lied „Hab Mut, nur Mut“ an: „Es machte bums, krach in dem Moment,/ die Straße war wohl viel zu eng,/ und da sah ich, Mensch, ein Unfall ist geschehen!/ Ich hatte Angst, war aufgeregt,/ wollte einfach nur noch weg,/ doch dann dachte ich: Mann, ich muss doch eigentlich helfen gehen.“ Gesungen, getan: Seitenlagerung, Dreieckstuch-Verbände, Nasenbluten stillen und natürlich der Umgang mit dem Defi … „Besonders gefallen hat mir auch, als wir das Rettungsauto angeschaut haben, das Blaulicht und das Martinshorn“, zieht Michi Bilanz. Und Hannes setzt nach: „Von diesem Kurs kann ich viel lernen. Beim Reiten oder beim Holzarbeiten – diese Sachen mach ich gern – kann man sich leicht verletzten; und jetzt weiß ich, wie ein guter Verband geht!“ In vier Jahren gibt’s garantiert eine Fortsetzung.
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