31.08.2016, 09:39 Uhr

Gefährliche Giftpflanze im Vormarsch

Der Riesenbärenklau kann 4 Meter hoch werden und bei Hautkontakt schlimme Verbrennungen hervorrufen. (Foto: panthermedia.net/bestshot70)

Bärenklau im Vormarsch – Hautkontakt kann fatale Folgen haben

Der giftige Riesenbärenklau ist auch in Oberösterreich am Vormarsch. Wer ihn findet, sollte jeglichen Kontakt vermeiden, denn dieser kann fatale Folgen haben.

BEZIRK PERG. Er gehört wie Karotte und Petersilie zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler - der Riesenbärenklau. Gefährlich ist die Pflanze aufgrund des giftigen Zellsaftes, welcher in allen Pflanzenteilen enthalten ist und bei Hautkontakt Juckreiz, Rötungen und Entzündungen hervorrufen kann. Außerdem leiden Betroffene oft unter Schweißausbrüchen, Fieber und Kreislaufschocks. Kommt die betroffene Stelle in Kontakt mit Licht, können die Hautreizungen enorme Verbrennungsausmaße annehmen. Nach einer Behandlung im Krankenhaus, heilen die Wunden meist nur langsam ab und hinterlassen oft unschöne Narben.
Sollte man die Pflanze also berührt haben, ist es ratsam umgehend den Arzt aufzusuchen.

Der Riesenbärenklau kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde im 19. Jahrhundert als imposante Zierpflanze, beziehungsweise nahrhafte Bienenweide, nach Österreich gebracht. Von da an verwilderte er zunehmend und ist heute vor allem an Waldrändern, Bächen und Wegen zu finden, da er frische, stickstoffreiche Standorte bevorzugt.
Zwar ist er in Österreich zurzeit nur einzeln anzutreffen, jedoch kann die Pflanzenzahl rapide ansteigen, in Teilen Deutschlands wurde sie bereits zur Plage.
Auch im Bezirk Perg wurde die Giftpflanze bereits gesichtet. „Ich kenne einen Standort bei uns in der Gemeinde“, meint Pflanzenexperte Franz Kloibhofer aus Ried/Riedmark. Außerdem sagt er:“ Es kann gut sein, dass Hobbygärtner mit der Pflanze experimentieren und sich über deren Auswirkungen nicht im Klaren sind!“
Achtung-die Jungpflanzen ähneln unserem beliebten Kaninchenfutter dem Wiesen-Bärenklau sehr. Wenn sich die bis zu vier Meter hohe Pflanze also nicht bereits durch die enorme Größe unterscheidet, kann man sie durch violette Flecken am Stängel identifizieren. Im Zweifelsfall sollte man die Staude nicht berühren und einen Experten zu Rate ziehen.


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