28.09.2016, 18:50 Uhr

Hochkarätige Tagung in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg mit Dr. Karl Hohensinner

Klaus Wolf, Karl Hohensinner, Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein
Hohensinner holte großes Symposium nach OÖ. LINZ, AUGSBURG, GREIN (zin). Der international anerkannte Namen-Forscher Karl Hohensinner erntete einmal mehr beim Symposium des Arbeitskreises für Bayerisch-Österreichische Namen-Forschung in Augsburg große Anerkennung. Der Greiner vertrat das Adalbert Stifter Institut des Landes Oberösterreichs und referierte zum Thema „Namen in Reisebeschreibungen, Donau im Strudengau“.

Groß war die Freude bei Karl Hohensinner, als noch während der Tagung das nächste Symposium des Arbeitskreises für Bayerisch-Österreichische Namen-Forschung an Linz vergeben wurde. Als Termin ist der September 2018 vorgesehen.
Veranstalter dieser hochkarätigen Tagung, an der auch die BezirksRundschau teilnehmen konnte, waren der Literaturwissenschaftler Klaus Wolf von der Universität Augsburg, Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein, Herausgeber einer wichtigen Fachzeitschrift. Gastgeber war die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg unter ihrem Leiter Reinhard Laube mit ihrer bedeutenden Brecht-Sammlung.

Österreich wurde vertreten von Peter Ernst (Universität Wien), Klaus Amann (Universität Innsbruck) und Karl Hohensinner (Adalbert Stifter Institut, Linz).
Peter Ernst weckte großes Interesse mit seinem interessanten Vortrag zum Thema „Namen bei Nestroy“.
Klaus Aman verstand es vortrefflich in seiner Themenwahl „David, Salomon, Simson und Parzival: Namen im Werk des mittelalterlichen Dichters Hugo von Montfort“, das Mittelalter in Voralberg ins rechte Licht zu rücken.
Die Stärke von Karl Hohensinner zeigte sich im Vortrag in Augsburg einmal mehr. Wissenschaftliche Darstellungen müssen nicht immer staubtrocken sein. Bei seinen wissenschaftlichen Ausführungen über die Namen in Reiseberichten über den Strudengau entlockte Hohensinner dem Fachpublikum und Referenten immer wieder ein anerkennendes Schmunzeln.

Der Beginn erzählender Texte über Donaustrudel und Donauwirbel liegt vor etwa tausend Jahren. Damals wurden in bayerischen Klöstern Reiseberichte verfasst. In der Gegend von Grein und Sankt Nikola sah man Teufel und Dämonen auf den Felsen hausen. Für den persönlichen Schutz hielten auch Äbte und Bischöfe geistlichen Schutz bereit: Kreuze, Reliquien, Exorzimus und Beschwörungen waren nötig, um die bösen Geister zu bannen. Die frühesten Nennungen und geschichtlichen Darstellungen unserer Gegend finden sich in den Archiven bayerischer Klöster. Warum gerade dort und warum hat man diese Donaureisen durchgeführt, wo doch die Gegend hier so gefährlich und die Dämonen so böse waren? Man hatte schon sehr bald Weingärten in der Wachau angelegt. Der katholische Gottesdienst und das Klosterleben ist ohne Wein nicht vorstellbar, somit musste man sich der gefährlichen Reise aussetzen. "Der Teufel ist hier bei Grein!", verkündigte der Barockprediger Abraham a sancta Clara, „die Weiber fürchten sich, wenn sie hier durchfahren. Sie zittern dabei wie ein schweinernes Sulz!"
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