27.07.2016, 20:00 Uhr

Klamschlucht: Bogenparcours unter Beschuss

Bogenschießen (Foto: lightpoet - Fotolia)

Schon vor dem Start des Parks gibts Anrainerproteste

KLAM, SAXEN (up). Im August eröffnet ein neuer Bogenparcours in der Klamschlucht. 30 3D-Tiere sollen auf einer Fläche von gut vier Hektar Sportvergnügen für die ganze Familie bieten. Doch schon vor dem Start gibt es Proteste von Anrainern aus Saxen gegen die Anlage: Zu wenig Information sowie Bedenken wegen Lärm und Sicherheit, auch jener der Wanderer in der Klamschlucht, stehen dabei im Zentrum. "Ein Bogenparcours ist prinzipiell eine gute Sache, die Anrainer und ihre Anliegen müssen aber ernst genommen werden", sagt Saxens Bürgermeister Erwin Neubauer (SP), der bestätigt, dass auch bereits eine Unterschriftenliste kursiert.

Vereinsobmann beruhigt
Da der Parcours auf Klamer Gemeindegebiet liegt, ist Neubauer zwar nicht direkt zuständig, er will sich aber trotzdem für eine Lösung einsetzen. "Auch der Klamer Bürgermeister Johannes Achleitner ist sicher darum bemüht, es gab auch schon Gespräche mit den Saxner Anrainern", weiß Neubauer.
Projektbetreiber ist ein Bogensport-Verein mit Sitz in der Sturmmühle. Hans Schalhas, Herrenfriseur aus Perg, fungiert als Obmann. Gemeinsam mit dem Grundeigentümer, Carl Philip Clam Martinic von der Burg Clam, habe es im Herbst bereits Gespräche mit den Anrainern gegeben. "Die meisten Leute aus der Siedlung waren noch nie Bogenschießen. Es gibt keinen Lärm, sonst würde eine solche Anlage gar nicht genehmigt werden. Und bei uns sind alle Genehmigungen der Behörden vorhanden, das ganze Projekt ist abgesegnet worden", sagt Schalhas, der im November in den Ruhestand geht und sich dann ganz dem Bogensport widmen will. "Der Parcours ist so gestaltet, dass man vom Weg Richtung weg schießt. Den Wanderern kann somit nichts passieren. Wir haben überall auf größtmögliche Sicherheit geachtet und stellen auch mehr als genug Warnschilder auf." Am Montag fand ein Gespräch auf Burg Clam mit Anrainern statt. "Es gab heiße Diskussionen, das Gespräch ist aber korrekt abgelaufen", sagt Hans Schalhas. Zu einer Einigung kam es jedoch nicht. Die Anrainer wollen laut Schalhas nun die vom Gemeinderat Klam vorgenommene Umwidmung prüfen lassen.
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