18.03.2016, 15:46 Uhr

Rotes Kreuz Schwertberg: 27.706 ehrenamtliche Stunden im Jahr 2015 geleistet

Übung mit der Feuerwehr (Foto: Österreichisches Rotes Kreuz, Ortsstelle Schwertberg)
SCHWERTBERG. Wenn sich Rotkreuz-Mitarbeiter zur Ortsstellenversammlung treffen, dann wird Bilanz über das letzte Jahr gezogen. Auch aus der täglichen Arbeit der Ortsstelle Schwertberg ergeben sich unzählige Zahlen, die man in einer Jahresbilanz anführen könnte: 169 Mitarbeiter, 3.487 Einsätze im Rettungsdienst, 11.481 ausgelieferte Portionen Essen auf Rädern, 27.706 geleistete ehrenamtliche Stunden usw. All dies sind beeindruckende Zahlen, die aber weder den gesellschaftlichen Wert, noch die Innovationskraft der Schwertberger Rotkreuz-Arbeit widerspiegeln. Anlässlich der diesjährigen Schwertberger Ortsstellenversammlung am vergangenen Freitag richtet sich der Fokus deshalb auf vier Zukunftsthemen.

Jugendarbeit

„Helping Hands“ heißt die Jugendrotkreuz-Gruppe in Schwertberg. Im Vordergrund stehen Spiel, Spaß und Action. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren sorgen regelmäßig für reges Treiben auf der Dienststelle. Die Gruppenstunden finden an jeweils zwei Samstagen im Monat statt. Ausflüge und gemeinschaftliche Aktivitäten gehören genauso zum jeweils auf die Altersgruppen abgestimmten Programm, wie intensive Erste Hilfe-Trainings, Bewerbe und soziale Projekte. Die Jugendarbeit sorgt somit für eine ansprechende und sinnvolle Freizeitgestaltung und sichert gleichzeitig den Nachwuchs für die größte humanitäre Hilfsorganisation des Landes.

Ausbildungszentrum

Im Einsatz wird oft viel abverlangt. Vor allem die rasche und kompetente Hilfe in der Notfallrettung setzt einen hohen Grad an Ausbildung und Erfahrung voraus. Die Ortsstelle Schwertberg begleitet jedes Jahr zahlreiche auszubildende Sanitäterinnen und Sanitäter durch die praktische Ausbildung. Auch auf die Fort- und Weiterbildung wird besonderer Wert gelegt. Eine wesentliche Rolle spielt zudem die Partnerschaft mit den Feuerwehren in der Region. Seit heuer sitzen im einmal jährlich stattfindenden Blaulicht-Workshop die Führungskräfte beider Organisationen an einem Tisch. Bei gemeinsamen Schulungen und Einsatzübungen wird die Bewältigung von Unfällen trainiert, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein. Nicht zu vergessen sind außerdem die unzähligen Erste-Hilfe-Kurse, die einen wesentlichen Bestandteil der Rettungskette sichern.

Katastrophenhilfe

Egal ob Naturkatastrophe, Großunfall oder zuletzt Flüchtlingskrise – die Schwertberger Katastrophenhelfer sind gerüstet. Erhebliche Investitionen wurden und werden getätigt, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Ein innovatives, modulares und vielseitig einsetzbares Materialkonzept wurde in Schwertberg entwickelt – unter anderem für medizinisches Equipment, für Technik für Verpflegung und Versorgung von Personen sowie für Zelte und für weitere Ausrüstung zur raschen Errichtung einer Infrastruktur. Am 16. April wird die Praxistauglichkeit bei einer großangelegten, überregionalen Übung auf der Aiser erstmals unter Beweis gestellt.

Neubau

Hilfe braucht Helfer und Helfer brauchen Platz. Dieser ist im Hilfszentrum Schwertberg in der Poststraße schon lange nicht mehr ausreichend gegeben. Seit mittlerweile 15 Jahren laufen Gespräche über neue Räume für die Rotkreuz-Arbeit in der zweitgrößten Gemeinde des Bezirks. Mit dem Spatenstich im letzten Jahr wurde eine erste Finanzierungszusage des Landes für einen Neubau in Aisting gefeiert. Ziel ist die nachhaltige Errichtung eines funktionalen Zweckbaus mit ausreichend Platz für die Jugend, den Rettungsdienst, die Katastrophenhilfe, die sozialen Dienste und nicht zuletzt für den Ausbildungsbereich in hellen, freundlichen Räumen.
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