13.05.2016, 13:40 Uhr

„Unvergessliches“ Erlebnis für Schüler der NMS Luftenberg

(Foto: Privat)
LUFTENBERG. Um die Stollen von "Bergkristall" in St. Georgen/Gusen ranken sich viele Geschichten. Mit den fundierten Fakten setzen sich am Donnerstag, den 12. Mai 2016 die 4. Klässler der NMS Luftenberg auseinander. Sie hatten die Möglichkeit, den zugänglichen Teil der Stollen im Rahmen einer Führung, zu besichtigen.
Gemeinsam mit Dir. Reifmüller, Fr. Ostermann und Hrn. Aichhorn besichtigten die Schüler jene Stollen, in denen Abertausende Ihr Leben lassen mussten.

"Schockierend, bewegend und überwaltigend"

„Es war schockierend, bewegend und überwältigend zugleich , wie es einige Schüler nach der Führung formulierten. „Wissend in diesen Stollen hineinzugehen, wo tausende Häftlinge ihr Leben verloren haben, hat mich tief berührt“, bringt es eine Schülerin auf den Punkt und merkt an: „Wir wohnen nicht weit weg vom Stollen. Ich habe nicht gewusst, dass es so etwas in unserer unmittelbaren Nähe gibt“.

Stollenbau forderte mehr als 8000 Menschenleben
Im Rahmen der Führung wurde erklärt, dass die acht km lange Anlage in nur 13 Monaten in den Berg getrieben wurde. Zum Vergleich: Der beinahe gleichlange Tauerntunnel benötigte 5 Jahre Bauzeit! Pro Meter Tunnel musste ein Häftling sein Leben lassen. In Summe forderte der Stollenbau somit mehr als 8000 Menschenleben. Sowohl den Schülern als auch den begleitenden Pädagogen werden die Eindrücke der Stollenbesichtigung immer in Erinnerung bleiben.
Dazu ein sehr persönlicher Eindruck eine Schülers: „Die Besichtigung war spannend und grausam zugleich. Dort zu stehen wo Leute gestorben sind! Der kalte Beton, die schlechte Luft…….wir wohnen hier…rundherum……..und auch wenn ich lange nach dieser Zeit geboren wurde, fühle ich mich doch etwas „schuldig“.
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