16.03.2016, 18:03 Uhr

Volkspartei stutzt Eltern-Kind-Zentrum zurück

Manuela Lenz ist derzeit die einzige Fachkraft im EKiZ.
ST. GEORGEN/WALDE. Die Volkspartei hat ihr Ziel erreicht: Die Gemeindeförderung für das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) wurde von 26.808 Euro auf 19.000 Euro gekürzt. 381 Unterschriften konnten die VP nicht umstimmen. Der Antrag der SPÖ, die Bildungseinrichtung mit 26.808 zu unterstützen, wurde von Bürgermeister Franz Hochstöger und Alexander Sengstbratl, Bürgerliste, und von der SPÖ in einer ersten Abstimmung unterstützt. Die Volkspartei stimmte geschlossen dagegen. Mit 10:10 fand der SP-Antrag keine Mehrheit.
Die darauffolgende Abstimmung, das EKiZ mit 19.000 Euro zu fördern, fand eine knappe Mehrheit. „Mit 19.000 Euro sind Personalkosten und Miete bezahlt. Man kann die gleichen Leistungen erbringen. Man braucht nicht den ‚Überbau‘, die Familienakademie, mitfinanzieren. Die bekommt Gelder auch vom Land “, fasst VP-Fraktionschef Paul Palmetshofer zusammen.
"Die Familienakademie ist für die Leitung der EKiZ verantwortlich. Sie kümmert sich um die Qualitätsentwicklung, Förderabwicklung, Programmhefte, Buchhaltung und Lohnverrechnung. Wir organisieren die Leiter-Treffen mit Fachreferenten aus dem pädagogischen Bereich und Fortbildungsveranstaltungen", informiert Alexander Starzer, Geschäftsführer der Familienakademie Mühlviertel. Kritik am VP-Vorgehen übte im Gemeinderat Prüfungs-Ausschussobmann Alexander Sengstbratl, der mehrmals auf einen Haushaltsüberschuss von 60.000 Euro hinwies und sich besorgt zeigte, wenn jetzt das Angebot verringert wird und ein Arbeitsplatz verloren geht.
Vizebürgermeister Heinrich Haider meint: „Mit weniger Geld können nicht die gleichen Leistungen erbracht werden. Die Öffnungszeit muss jetzt auf 13 Stunden pro Woche reduziert werden. Ein Arbeitsplatz geht verloren. Unser EKiZ hat eine hohe Wichtigkeit für den ländlichen Raum und wird auch aus Nachbargemeinden besucht. Unsere Kinder und Jugend sind unsere Zukunft. Durch die politischen Verhältnisse ist es sehr schwer, Mehrheiten zu finden.“
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