31.07.2016, 12:15 Uhr

Quietschende Reifen und rasende Boliden im Mühlviertel

Perg: Mühlstein Sprint Rallye | PERG eh. Am 30. Juli 2016 heulten im Bezirk Perg die Motoren. Denn der Rallye Club Perg veranstaltete zu seinem 10 jährigem Jubiläum die erste Perger Mühlstein-Rallye. Somit kehrte der Rallyesport nach sieben Jahren wieder zurück ins untere Mühlviertel.
Da die Mühlstein-Rallye als Lauf zur Austrian Rallye Challenge (ARC) zählt, war das Starterfeld durchaus interessant - 82 startende Autos sprechen dafür. Zudem wurde das Rennen als „Sprintrallye 100“ abgehalten. Das heißt, eine einzelne Sonderprüfung darf nicht länger als 17 km sein und maximal eine darf als Rundkurs gefahren werden sowie die Sonderprüfungskilometern dürfen 50 nicht überschreiten. Also Spannung pur auch für die Zuseher.

Rasende Oldtimer und begeisterte Fans
Attraktivität boten nicht nur die Strecke und die Landschaft, sondern auch die Autoklassiker und Oldtimer, die sich unter den Rallyepoliden befanden, so zum Beispiel zwei Ford Capri RS 2600, 911 Porsche oder ein Caterham Superlight R-500. Zudem garantierte die Strecke auch für die Starter genügend Sicherheit und Fahrspaß.
Jede Sonderprüfung (SP) wurde zweimal gefahren und das hintereinander. Damit wurde gesichert, dass die Zuschauer die Autos bei jeder SP zu Gesicht bekamen.

Drei Viertel schafften es in das Ziel
Die erste SP der Premierenveranstaltung der Mühlstein-Rallye – powered by Tiefenbohrtechnik Rigler startete in Arbing/Frühstorf und ging nach Untergaisberg/Münzbach und wieder retour. Nach den ersten zwei Sonderprüfungen, mit jeweils einer Streckenlänge von 8,3 km, führte Martin Zellhofer mit Beifahrer Jürgen Heigl vom ZM Racing Team mit ihrem Ford Fiesta Rs WRC.
Nach einer längeren Service im Park Petschl ging es weiter zur SP drei und vier bei Schwertberg. Ein Rundkurs mit Start in Winden/Windegg der zweimal gefahren werden musste, und Ziel beim Servicepark Petschl in Perg.
Diese letzten zwei Sonderprüfungen konnte abermals Martin Zellhofer mit seinem Co-Piloten Jürgen Heigl, mit 29:56,07 Gesamtzeit, für sich entscheiden. Mit ihrem Ford Fiesta RS WRC gewannen sie somit die erste Nationale Perger Mühlstein-Sprint Rallye 100. Das Oberösterreichische Duo, Johannes Keferböck und Co-Pilot Hannes Gründlinger, landeten mit ihrem Poliden, Citroen DS3 WRC, mit sechs Sekunden Verspätung auf Platz zwei.
Der Bayer Herman Junior Gassner und seine Co-Pilotin Ursula Mayrhofer fuhren in ihrem Mitsubishi Lancer Evo X R4 und einer Gesamtfahrzeit von 30:22,01 auf Rang drei.
Von den 70 ARC-Startern schafften es 53 in die Wertung. Unter den 17 ausgeschiedenen Fahrzeugen, konnten nur zwei Unfälle verzeichnet werden, der Rest musste auf Grund technischer Gebrächen aufgeben.

Austrian Rallye Challenge
Die Austrian Rallye Challenge setzt sich aus sechs Clubmeisterschaften zusammen. Gestartet wurde die Challenge in März in Raabs/Thaya als Schneerosen Rallye. Im Mai ging es in Zwettl/NÖ mit der zweiten Braustadt-Burg Rallye Zwettel weiter. Danach startete im Juni die Hirter Kärnten Rallye, bevor es zur ersten Perger Mühlstein-Rallye ging.
Die nächsten Termine sind am 26./27. August in Außernzell/D, die AvD Niederbyern Rallye, und am 07./08. Oktober in Dobersberg/NÖ mit der 20. Herbst Rallye.

Fazit:
Eine sehr ambitionierte Veranstaltung, mit sehr gut ausgeschilderten Wegen zu den Zuschauer-Hotspots. Um die Felder zu schonen und um noch mehr Zuseher an die Strecke zu bekommen, würde sich für das nächste Jahr ein Zuschauertransfer anbieten. Dieser würde auch die Parkproblematik an den einzelnen Aktion-Zonen lösen und so manchen jammernden Zuseher, auf Grund des Anmarschweges, besänftigen. Weiters könnte an einen Live-Stream und an eine Videowall für die nächste Mühlstein-Rallye gedacht werden. Diese würde in jedem Fall für ein großes Publikum im Servicepark sorgen. Sehr zur Freude der Rallye-Begeisterten war, dass man im Servicepark gut die Poliden betrachten konnte, wie auch das Rundherum und das man sich mit den Rallye-Piloten unterhalten konnte.

Fotos: Regionalsport
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