Aus unserer Serie Frühlingsboten von Schutzgebietbetreuerin Kathrin Herzer
Die ersten offenen Bodenflächen und vor allem schneefreie Baumstümpfe werden schnell zum Tummelplatz allerlei Insektenarten. Aus ihrer Kältestarre erwacht, kriechen die ersten Arbeiterinnen der Roten Waldameise aus ihren tief gelegenen Kammern ans Tageslicht. Und schon beginnen sie eifrig Baumaterial für ihr neues Nest zu sammeln. Diese kleinen, oft nicht einmal ein Zentimeter großen Insekten werden in wenigen Wochen wieder einen ansehnlichen, über einen Meter hohen Berg an Nadeln und Zeigen aufgeschlichtet haben. Der Hauptbau, befindet sich aber bis zu zwei Meter tief unter der Erde. In seinen Kammern und Gängen werden die Arbeiterinnen unermüdlich damit beschäftigt sein, sich um die Königin, deren Eier, Larven und Puppen zu kümmern. Außerhalb des Baus begeben sie sich auf Futtersuche. Der Schutz des Baus obliegt den Soldaten, die sich mit Ameisensäure effektvoll zur Wehr setzen können. Ein Volk kann aus maximal 800.000 Lebewesen bestehen, die pro Tag unzählige Insekten vertilgen – darunter viele potentielle Schädlinge. Die Kommunikation unter den Ameisen ist hochentwickelt: durch bestimmte Laute, Bewegungsweisen und Botenstoffe erkennen sie einander nicht nur, sondern können auch Nachrichten weiter geben.









