22.06.2016, 08:35 Uhr

"Flüsse verstehen lernen"

In der Praxis ausprobieren: Sichtlich Spaß am Lernen hatten die Rabensteiner Volksschüler beim Flussbau. (Foto: Auer/Braunsteiner)

Die Rabensteiner Schüler haben bei einem Workshop gelernt, wie Hochwasserschutz funktioniert.

RABENSTEIN (red). Der Hochwasserschutz spielt im Pielachtal eine wichtige Rolle. Das sollten auch die Kinder schon wissen, meint Rabensteins Umwelt-Gemeinderat Gottfried Auer, der zugleich Obmann des Pielach-Wasserverbandes ist. Unter dem Motto "Flüsse muss man verständlich machen" wurden die Rabensteiner Schüler zu einer Flussraum-Führung eingeladen.

Mit Hochwasser leben lernen

Die Schüler haben sich bei dem vierstündigen Workshop mit Retention und vorbeugendem Hochwasserschutz befasst. "Wie die Hochwässer in den letzten Jahren gezeigt haben, stößt der technische Hochwasserschutz an seine Grenzen. Es müssen daher nachhaltige Strategien zum Schutz der Bevölkerung vor der Naturgewalt Hochwasser umgesetzt werden", erklärt Gottfried Auer. Auch die Abteilung Wasserbau des Amtes der NÖ Landesregierung fördert daher, dass bereits die Schüler pädagogisch auf das Thema hingeführt werden. Laut Gottfried Auer geht es darum, den Themenkreis "Schutz vor Hochwasser" mit allen Sinnen zu erleben. "Flussraum-Führungen entstanden aus einem EU-Projekt, das von der Abteilung Wasserbau des Landes Niederösterreich entwickelt wurde", erlärt Klaus Fischer von der Abteilung Wasserbau.

Ein Tag als Wasserbauer

Die Schüler der 3. Stufe Volksschule haben an dem Vormittag in Rabenstein spielerisch Bewusstseinsbildung zum Thema "präventiver" Hochwasserschutz vermittelt bekommen. Auf der an die Pielach angrenzenden Reisenhofer-Wiese waren die Volksschulkinder unterwegs, nicht zuletzt deshalb, weil große unverbaute Flächen wie diese entlang eines Flusses eine zentrale Rolle spielen im Hochwasserfall, nämlich als Überflutungsraum. Bestens geeignet war neben dieser Au-Wiese auch die flache Schotterinsel zur Vermittlung des Wissens über Geschiebe und dessen Lebensraum für die nahe am und im Wasser lebenden Tiere. Auch Fachbegriffe wie Damm und Rückhaltebecken wurden den Schülern vermittelt. Beim praktischen Teil durften die Kinder mit Gummistiefeln ausgestattet im Wasserschlamm graben, wobei sie auch Flussläufe schufen.
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