18.04.2016, 12:12 Uhr

Registrierkasse made im Tal

Geschäftsführer Johann Leitner versteht den Unmut vieler Unternehmer.

Seit 1. Jänner gilt die Registrierkassenpflicht. Johann Leitner hat sich spezialisiert und stellt solche Kassen her.

ST. MARGARETHEN (ah). Schlagwort Registrierkasse - die Verunsicherung bei vielen Unternehmern ist groß. Der Geschäftsmann Johann Leitner versteht einerseits den Unmut, andererseits räumt er mit Vorurteilen und Falschinformationen auf.

Gesetz ist Gesetz
Vor zehn Jahren hat Repos Geschäftsführer Johann Leitner in Salzburg „Flynns Software“ gegründet. Erst Anfang dieses Jahres erfolgte die Umwandlung und Verlegung der Firma "Repos" ins Pielachtal. Leitner entwickelt Kassenlösungsysteme für Handel und Gastronomie und informiert darüber, wann man eine Kasse braucht: "Das Gesetz sagt, dass seit 1.Jänner für Unternehmen neue, steuerrechtliche Bestimmungen gelten, bei denen jedes Unternehmen, das einen Jahresumsatz über 15.000 Euro hat und die davon mehr als 7.500 Euro in bar (auch Umsätze mit Bankomat- oder Kreditkarte) umsetzt, ein elektronisches Aufzeichnungssystem verwenden muss." Weiters muss laut Leitner jedes Unternehmen einen Beleg bei Barzahlungen erstellen und dem Käufer aushändigen.

Unmut ist vorprogrammiert
Viele Kleinunternehmer und Vereine sind oft noch überfordert und können den Aufwand nicht verstehen. Auch Leitner beobachtet Unmut und viel Unwissen. "Gerade die ältere Generation, die noch nicht mit Computern großgeworden ist, ist verunsichert. Viele sind mit dem Gedanken ein kompliziertes System installieren und bedienen zu müssen überfordert.
Ein weiterer Punkt der Verunsicherung sind die Kosten, die in den Medien kursieren. Von Einstiegspreisen zwischen 5.000 Euro und 6.000 Euro ist dort oft die Rede." Diesem Irrglauben entgegnet der Geschäftsmann, und er erklärt im Interview, dass es bereits "All-in-One Pakete" um 1.500 Euro gibt.

Schwarzarbeitschublade
"Sehr viele Unternehmen haben bereits seit Jahren eine Registrierkasse die aber plötzlich nicht mehr ausreichend ist. Jetzt muss extra eine Neue, gesetzeskonforme, angeschafft werden. Und die, die bis jetzt noch keine Belege ausgeben mussten, sehen sich in die Schwarzarbeiterschublade gesteckt. Der Unmut ist vorprogrammiert und verständlich", gibt sich Leitner verständnisvoll. Er empfiehlt im Gespräch allen Gewerbetreibenden den Steuerberater des Vertrauens zu kontaktieren. "Dieser hat meist den besten Einblick über die Umsätze und kann Auskunft geben, ob und wann eine entsprechende Kasse angeschafft werden muss."
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