25.04.2016, 12:24 Uhr

"Schutz der Menschen geht vor"

Peter Klauser und Christian Feldhofer auf einem der Schotterbänke in Hafnerbach. Sie hoffen auf eine baldige Lösung.

Ein Hochwasserschutzprojekt in Hafnerbach lässt weiter auf sich warten.

HAFNERBACH (ah). Vor einem Jahr machten sich zwei Hafnerbacher Gemeinderäte, Feldhofer Christian (SPÖ) und Klauser Peter (SPÖ) für einen Hochwasserschutz in Wimpassing stark. Vor allem das Hochwasser, welches das Tal im Mai 2014 stark traf, gab ihnen den Anstoß. Bei einem Lokalaugenschein vor über einem Jahr besichtigten wir das Gebiet rund um Wimpassing und Klauser und Feldhofer schilderten das Problem: „Wir befinden uns hier in einem Natura 2000-Gebiet und deshalb dürfen keine Ausbaggerungen stattfinden.“ Genau diese Ausbaggerungen wären aber nötig, um drohenden Wassermassen wieder mehr 'Platz' in der Pielach zu bieten. Damals zeigte sich der amtierende Bürgermeister Josef Grießler (ÖVP) wenig aktiv: „Da die Planungen für Markersdorf und Prinzersdorf noch nicht konkret sind, können wir für Wimpassing zurzeit noch keine genauere Planung beauftragen. Planen macht da keinen Sinn."

Neue Pläne
Im Gespräch mit dem neuen Ortschef Stefan Gratzl (ÖVP) stellt sich das Problem noch immer als schwierig dar, aber es wird an Plänen und Maßnahmen gearbeitet.
„Wir stehen in intensivem Austausch mit Prinzersdorf und Markersdorf, denn Hochwasser-Maßnahmen die dort getroffen werden, haben auch Auswirkungen auf Hafnerbach“, so Gratzl. Zu den Brennpunkten Pfaffing und Wimpassing konstatiert der Ortschef: „Was die Problemzonen angeht, bemüht sich Markersdorfs Bürgermeister Fritz Ofenauer diese intensiv zu mitberücksichtigen.“Das angesprochene Natura 2000-Gebiet in Wimpassing ist für Gratzl weder Segen noch Fluch. „Man muss abwägen, Naturschutz is natürlich wichtig, aber Menschen gehen vor. Ich habe Gemeinderat Feldhofer beauftragt die Stellen der Schotterbänke, die ausgebaggert werden müssten, zu dokumentieren. Danach werden nächste Schritte veranlasst.“ In Gesprächen mit Umweltexperten, dürfe sich eine Ausbaggerung des Schotters in keinster Weise auf die Umwelt auswirken. Währenddessen im inneren Pielachtal punkto Hochwasserschutz gegenwärtig fleißig an Neuerungen gearbeitet wird, besteht laut Gratzl über die Gemeindegrenzen hinaus kein Austausch. „Das stört mich schon, dass es da kein Gesamtkonzept gibt. Jeder macht seinen Schutz und denkt nicht über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus.“ Konkrete Zahlen zu den Planungen in Hafnerbach gibt es noch keine.
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