17.06.2016, 18:11 Uhr

Steig ein: Wir hätten nicht bestanden

Herbert Gödel und Ivan Gabrovec (Geschäftsstellenleiter der Bezirksblätter St.Pölten) wurden von Richard Mader (Fahrschule Sauer) getestet. (Foto: Gold)

Wir haben den Führerscheintest mit geübten Fahrern gemacht. Experten erklären uns die häufigsten Fehler.

REGION (red). 4154 Führerscheine wurden im Jahr 2015 im Bezirk St.Pölten laut Bezirkshauptmannschaft neu ausgestellt. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft. Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test schon vor mehr als 10 Jahren stattfand. Wir haben den Test gemacht. Herbert Gödel, Gemeinderat und Selbstständiger in Kirchberg, fährt 40-45 000 Kilometer im Jahr mit dem Auto und war gerne bereit, mit Fahrschulbesitzer Richard Mader eine Runde zu drehen. Seinen Führerschein hat Gödel mit 18 Jahren gemacht. Neben dem Autoführerschein (B) hat er auch die Lenkerlaubnis A, C, E, F und G. Er selbst macht alle drei Jahre ein Schleudertraining. "Ich finde es generell wichtig, Nachschulungen zu machen, Handy hat es früher z.B. ja nicht gegeben", erklärt Herbert Gödel. Zudem würde man über Änderungen nur aus den Medien (Handyverbot, Licht am Tag) erfahren. Herbert Gödel ist zwar geübter Autofahrer, geht aber vor der Fahrt selbst davon aus, dass er sich Automatismen angewöhnt hat. Lob und Tadel erhält er vom Fahrschulchef Mader für einen getätigten und einen vergessenen Schulterblick. Vor einer Schule ist Gödel trotz Beachtung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu schnell. "Du musst sofort stehenbleiben können", erklärt Mader. Dann lässt sich der Kirchberger von Mader geschickt ablenken und hätte damit einem Rechtskommenden, so es einen gegeben hätte, die Vorfahrt genommen. Richard Mader zeigt hier auf, wie schnell wir unaufmerksam sind.

Gewohnte Automatismen
Laut Mader gewöhne man sich im Laufe der Zeit Automatismen an. Dazu gehören etwa zu knappes Auffahren und falsche Blink- sowie eine falsche Blicktechnik. Letztere soll heute vor allem Radler, die von rechts hinten kommen, schützen. "Bei einer Führerscheinprüfung darf man sich einen leichten und einen schweren Fehler erlauben", erklärt Richard Mader. Herbert Gödel hätte für eine echte Prüfung zu viele Fehler gemacht, was klar zeigt, dass auch geübte Fahrer auf Fehler, die sich eingeschlichen haben, aufmerksam gemacht werden sollten.

Zur Sache

Einer der 13 risikobehafteten Vormerkdelikte des seit 2005 gültigen „Punkte-Führerscheins“ ist die Nichtbeachtung des Rotlichts. Weitere Vergehen sind zu geringer Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Kindersicherung und Befahren des Pannenstreifens (außer bei Rettungsgasse).

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