26.04.2016, 14:10 Uhr

Der Kunstigel White Noise macht in Wald/Pinzgau Station - hier heißt er "Güthaus"

Wichtige Kunstigel-Menschen: Charly Rabanser (Organisation & Programm), Michael Obermoser (Bürgermeister Wald), Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn, Christine Lechner (TVB Wald-Königsleiten) und Bäckermeister Alfred Schroll (er stellt sein Grundstück zur Verfügung). (Foto: Christa Nothdurfter)

Landesrat Hienrich Schellhorn: Der Pavillon steht für gelungene, regionale Kulturvermittlung und bietet Besuchern eine ganz besondere Kulturerfahrung

WALD / NEUKIRCHEN. Nach Stationen in der Stadt Salzburg, in Murau, Maribor, Košice, Oberndorf, Tamsweg und zuletzt in Bad Gastein macht der mobile Kunst- und Kulturpavillon White Noise nun in den Sommermonaten, von 4. Mai bis 28. August, in Wald im Pinzgau Station und wird mit einem umfangreichen Programm Impulsgeber im Innergebirg sein.

Schellhorn: Kunst-Igel stachelt zu Kulturgenuss an

"Auch 2016 wurde ein besonderer Standort für den mobilen Kulturpavillon White Noise gefunden: Direkt am Ortsbeginn von Wald, wo vier Monate lang 'Kultur für alle' stattfinden wird. Dieser Pavillon steht für gelungene, regionale Kulturvermittlung und bietet den Besucherinnen und Besuchern eine ganz besondere Kulturerfahrung. Nicht ohne Grund wird dieser Pavillon auch 'Kunst-Igel' genannt. Denn er stachelt regelrecht zum Kulturgenuss an und zeigt auf, dass Kultur viel mehr kann als eine Bühne zu bieten: Nämlich ein Ort der Inspiration, Vernetzung und Diskussion. So ein Ort ist nun Wald im Pinzgau", so Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn heute, Dienstag, 26. April, bei der Programmpräsentation. Schellhorn bedankte sich beim Bürgermeister von Wald, Michael Obermoser, sowie beim diesjährigen Pavillon-Kurator Charly Rabanser für ihr Engagement. "Denn nur sie vor Ort können den mobilen Kunstpavillon mit künstlerischem Leben füllen", so Schellhorn.

Organisation & Programm: Kulturverein "m2-kulturexpress"

In Wald steht der Kunst-Igel White Noise vier Monate direkt am Ortsanfang. Die Organisation und die inhaltliche Programmierung liegen 2016 beim Neukirchner Kulturverein "m2-kulturexpress" und dem diesjährigen Programmdirektor des Kunst- und Kulturpavillons in Wald im Pinzgau, Charly Rabanser. Der Neukirchner Kulturverein "m2-kulturexpress" versucht mit der Gemeinde Wald nun vorzuzeigen, dass das Kirchturmdenken eigentlich ausgedient haben sollte, dass ein Miteinander ein besseres Ergebnis zeitigt, dass mit Grenzen im Kopf keine Visionen umzusetzen sind.

Rabanser: "Kunstgenuss fördert Gesundung in einer kranken Zeit"

Charly Rabanser, Programmdirektor des Kunst- und Kulturpavillons in Wald im Pinzgau, sagte: "Kunstgenuss fördert die Gesundung in einer kranken Zeit. Fragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, kommen Sie einfach ins Güthaus."

Obermoser: Kunst- und Kultursommer im "Güthaus"

"Wald im Pinzgau ist da, wo das Kulturland Salzburg beginnt. Unsere Ortsteile heißen Hinterwaldberg, Vorderwaldberg und Wald. Wer nun aber glaubt, wir wären 'Hinterwaldler', der irrt. In unserer kleinen peripheren Gemeinde herrscht dasselbe Kunst- und Kulturverständnis und Interesse, wie in urbanen Gebieten. Wir haben nur selten die Chance, uns auf Grund unserer Kleinheit zu präsentieren. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Neukirchner Nachbarn und Freunden auf unseren Kunst- und Kultursommer 'Güthaus'", so Michael Obermoser, Bürgermeister von Wald im Pinzgau.

Motto 2016: Bin im Güthaus!

Unter dem Motto "Bin im Güthaus!" finden insgesamt 80 Veranstaltungen statt. Von Lesungen über Musikveranstaltungen, von Klassik bis Experimental, bis hin zu Kindertheatervorstellungen, Workshops, Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Präsentationen ist für Jung und Alt alles dabei. Das große Eröffnungsfest findet am 4. Mai statt.
"Ein geschützter Raum beim Fangenspielen wird im Pinzgau 'Güthaus' genannt. Und so soll der Kunst-Igel in Wald im Pinzgau auch ein 'Güthaus' sein, ein Platz, in dem man nicht angegriffen werden kann, in dem Gedanken ihren freien Lauf nehmen, ein Platz fürs Andersdenken und gleichzeitig ein Kraft- und Wohlfühlplatz", so Charly Rabanser über das Programm.

Programm-Highlights

Mehr als 80 Veranstaltungen gibt es von 4. Mai bis 28. August im White Noise. Der Kunstpavillon wird auch als Spielstätte für in Wald bereits traditionelle Kunst-Veranstaltungen dienen. Das umfangreiche Programm kann im Internet unter www.whitenoise.at abgerufen werden.

Förderung in Höhe von 50.000 Euro

Das Land Salzburg fördert White Noise mit 50.000 Euro über den "Fonds zur Förderung für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum". Die Gemeinde und der Tourismusverband Wald stehen dem Projekt unterstützend zur Seite.

Infos zum Kunst-Igel

Der "Kunst-Igel" ist eine Schöpfung des Architekturteams "Soma" und wurde erstmals 2011 auf dem Mozartplatz in der Stadt Salzburg präsentiert. Der mobile Kunstpavillon ist ein Angebot des Landes Salzburg in Gestalt des "Fonds zur Förderung für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum" mit dem Ziel, Aushängeschild für lebendige gegenwärtige Kunst im öffentlichen Raum zu sein und um aktuelle innovative Kunst an unterschiedlichste Orte zu bringen. Der Kunstpavillon überspannt stützenlos 140 Quadratmeter und weist mit der Rampe eine Abmessung von zirka 21 Meter Länge, 15 Meter Breite und sieben Meter Höhe auf. Es gibt bis zu 60 Sitzplätze im Pavillon oder Stehplätze für bis zu 150 Personen.


Text: Landesmedienzentrum (der Text der Redaktion folgt)
Fotos: Christa Nothdurfter (5), LMZ/Neumayr/Hölzl (2)
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Over Over aus Pinzgau | 26.04.2016 | 15:27   Melden
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Christa Nothdurfter aus Pinzgau | 26.04.2016 | 15:32   Melden
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