02.05.2016, 15:22 Uhr

Eine Region im Bike-Fieber

Winning Team: Kornel Grundner, Lisa Mitterbauer, Marco Pointner, Josef Grießner, Markus Poll.
LEOGANG. Die Region Saalfelden Leogang ist 365 Tage im Jahr attraktiv, findet Tourismuschef Marco Pointner. Warum sollte man also nur den Wintertourismus forcieren? Vor 15 Jahren wurde daher der Bikepark vom Asitz eröffnet. Der Sommerbetrieb der Bergbahn machte damals schwache fünf Prozent aus. Die Investitionen haben sich gelohnt, im Sommer 2015 wurden 160.000 Fahrten registriert, die Tendenz ist weiter steigend. Es habe viele Nachahmer gegeben, das betrachte man als Ansporn, die eigene Position noch zu verbessern, so Kornel Grunder, Geschäftsführer der Bergbahnen. Man wolle die Vorreiter-Rolle weiter ausbauen.

Erweitertes Angebot

Mit einem neuen "Flow Trail" ist der Bikepark um eine Attraktion reicher. Es wurde damit ein Angebot für Fahrer geschaffen, die technisch weniger versiert sind. "Hier kann jeder gefahrlos trainieren, damit wird die Sportart massentauglich und ein Vergnügen für alle", versichert Grundner. Der Bau neuer Strecken sei allerdings schwierig und nur dank der guten Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern möglich. Mit der "Gravity Card" um 415 Euro gibt es auch eine Vernetzung mit 14 europäischen Bikeparks. "Durch die Datenauswertungen wissen wir, dass das sehr intensiv genutzt wird", berichtet Grundner. Zusätzlich zum sportlichen Angebot von neun Trails mit unterschiedlichen Strecken will man auch mit interessanten Rahmenprogrammen punkten. Zahlreiche Veranstaltungen werden auch dieses Jahr wieder für Furore sorgen und Saalfelden Leogang weltweit Millionen Fernsehzuschauer bescheren.

Werbeeffekt Weltcup

Das erste Highlight der Saison ist der "Mountain Bike Downhill Weltcup", ein Event, das bereits 2015 für starken Werbeeffekt gesorgt hat. „Leogang ist einer von neun Austragungsorten der Weltcupserie, das ist ein wichtiger Imagefaktor für uns. Neben dem Ansehen in der Szene bringen uns die Teams und die 300 Starter auch viele Nächtigungen. Dazu kommen rund 16.000 Zuschauer“, erklärt der Bergbahn-Chef. Zum sportlichen Event bieten die Organisatoren spannende Spektakel: Es wird eine Flugshow des Red Bull Skydive Teams geben, eine Trial-Show von Tom Öhler, außerdem wird die "Expo Area" weiter ausgebaut. Man wolle 2019 oder 2020 auch wieder eine WM durchführen, die Entscheidung darüber falle im Sommer. Für Österreichs Downhill-Aushängeschild Markus Pekoll haben Weltcup-Veranstaltungen in Leogang ohnehin WM-Flair. "Das ist ein sehr gut abgerundetes Erlebniswochenende für Fahrer und Zuschauer." Er würde gern wieder bei einer WM teilnehmen, aber der Wettkampf für die Fahrer werde immer härter, die Dichte immer größer.

Heimische Athleten

Auch Lisa Mitterbauer, die amtierende Österreichische Meisterin im Cross Country, freut sich bereits auf Leogang, wo sie letztes Jahr erfolgreich abgeschnitten hat. Sie habe sich intensiv mit der Strecke beschäftigt und bestreite gern Rennen vor heimischem Publikum. Die Salzburgerin ist auch schon bereit für das Biketember Festival zum Abschluss der Saison am Asitz. Fahrer aus der Region mit Chancen auf Stockerlplätze sind derzeit noch kein Thema. "Beim Start vor 15 Jahren hat es diese Sportart noch nicht gegeben. Inzwischen hat sich zwar eine tolle Szene entwickelt, die sich gegenseitig pusht, aber derzeit sind noch keine Sieger in Sicht", berichtet Grundner. Der Nachwuchs trainiert evtl. bald am "Flow Trail".
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.