24.06.2016, 11:55 Uhr

Energiesparen als Schulprojekt

Dir. Barbara Glaser, Organisatorin Susanne Radke, LA Martina Jöbstl, - Schülervertreter – StR Sabine Hischbichler, Energieberaterin Maria Bründlinger und Gastgeber Dir. Christian Dullnigg überreichten den VertreterInnen der beteiligten Schulen eine kleine Anerkennung. (Foto: Privat)
BRUCK. Im Rahmen der Klima- und Energiemodellregion Nationalpark Hohe Tauern wurde in der Landwirtschaftsschule Bruck ein spannendes Schulprojekt präsentiert. Im laufenden Schuljahr haben fünf Pinzgauer Schulen ganz individuelle Klimaprojekte durchgeführt.

Jugend als Energiesparer der Zukunft

Wichtiges Element in dieser Planung ist die Jugend, welche von Beginn an mit dem Bewusstsein für Klimaschutz und Energieersparnis aufwächst und die erforderlichen Maßnahmen künftig leben und mittragen wird. Mit welchem Engagement und welcher Kreativität unsere Schulen sich diesem Thema widmen, zeigte sich in bei der Präsentation in Bruck.

1. Den Anfang machte die Volksschule Mittersill, die eine Anti-Plastik-Sackerl-Kampagne an der Schule durchgeführt und künstlerische Jute-Taschen für die Eltern gestaltet hatten.

2. Die Polytechnische Schule Mittersill hatte sich dem Vergleich von Leuchtmitteln gewidmet (Helligkeit, Stromverbrauch, Energieumsatz) und eindrucksvoll bewiesen, welches Einsparungspotential in den neuen LED-Lampen liegt.

3. Die Tourismusschule Bramberg hatte sich um eine Sichtbarmachung der eingesparten Energie am Beispiel der hauseigenen Photovoltaikanlage bemüht und weitere Einsparungspotentiale in der Schule gefunden.

4. Das Oberstufenrealgymnasium Mittersill zeigte in einem unterhaltsamen Film, wie rasant die technische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten vorangeschritten ist und widmete sich den oft unterschätzten Energie-Fressern wie Smartphone und anderen Computern.

5. Zum Abschluss führten Schüler der Landwirtschaftliche Lehranstalt Bruck über einen Energie-Lehrpfad zu den energierelevanten Punkten der Schule, die durch zahlreiche Maßnahmen in den letzten Jahren fünfstellige Eurobeträge im Stromverbrauch einsparen konnte.

„Wir haben zwar mit EnergieberaterInnen Theorieworkshops durchgeführt, aber die Projekte überlegten sich die Schulen in Eigenregie. Die Ergebnisse übertreffen meine Erwartung bei Weitem und ich bedanke mich bei allen beteiligten SchülerInnen und LehrerInnen für die investierte Zeit!“, meinte Organisatorin Susanne Radke. Auch Jugend-Landtagsabgeordnete Martina Jöbstl zeigte sich beeindruckt: „Die Projekte haben anschaulich demonstriert, auf welch vielfältige Weise man Energie einsparen kann und dass sich Schüler allen Alters hier wirklich kreativ damit auseinandersetzen können!“

Erfreulicherweise brachte der Klimagipfel in Paris ein Bekenntnis der Welt, dem Klimaschutz oberste Priorität einzuräumen und bis 2050 auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Auch die europäischen Staaten sind nun aufgefordert, sich konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele zu überlegen. Salzburg ist hier schon einen Schritt voraus und hat sich mit dem Masterplan Klima + Energie bereits für 2020 hohe Ziele gesetzt: 30% weniger Treibhausgase als im Refenrenzjahr 2005 und die Steigerung erneuerbarer Energieträger (am Gesamtenergieverbrauch!) auf 50%

Text: Susanne Radke
Fotos: Privat
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