28.09.2016, 10:52 Uhr

Leserbrief zum Zugunfall (Pinzgauer Lokalbahn) in Mittersill am 24. September

Die folgenden Zeilen stammen von Ernst Pecile aus Zell am See

Zu Anfang möchte ich gerne den Hinterbliebenen des Zugunglückes in Mittersill mein aufrichtiges Beileid ausdrücken. Diese Art von Unfällen der Pinzgauer Lokalbahn mit Fahrzeugen ist nicht der Erste. Zum wiederholten Male ereignete sich jüngst so ein Unfall. Diesmal in Mittersill, mit tödlichem Ausgang.


Die Frage, die man sich wohl stellen muss, ist, warum der Lokführere der Pinzgau Bahn, speziell bei so neuralgischen Bereichen, wie z. B. in Mittersill, Bruckberg etc. (wo es eben schon vermehrt zu schweren Zugsunglücken auch mit tödlichem Ausgang gekommen ist), die Zugsgarnitur kurz vor Erreichen der Haltestellenbereiche herabbremsen kann, um dann mit verminderter Geschwindigkeit in die Haltestelle einzufahren, wo er sowieso anhalten muss.


So könnten schwere Unfälle und viel Leid auch dann vermeiden werden, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer der Bahn den Vorrang nimmt. Der geringe Zeitverlust dadurch wäre sicherlich kein Problem.


Folgenschwere Unfälle ließen sich so vermeiden. Auch die Sperrung der Bruckberg- Kreuzung aufgrund zweier Unfälle von arabischen Gästen im Vorjahr hätte sich so sicherlich verhindern lassen. Die Folgen dieser, für uns Einheimische, nicht nachvollziehbaren primitiven und einfältigen Maßnahme sind seit Monaten Dauerstau und Verkehrschaos. Ein absolut nicht zu akzeptierender Zustand.

Wenn man bedenkt, welcher Zeitaufwand für viele Menschen notwendig geworden ist, um durch die Flugplatzstrasse in den Schüttdorfer Kreisverkehr zu gelangen, wo dann erst recht der Querverkehr der Brucker Bundesstrasse den Verkehr manchmal zwischen Bruck und Zell am See fast komplett zum Erliegen kam, muss man sich schon fragen, ob dies nicht mit einigem guten Willen - Eisenbahngesetzte hin oder her - hätte verhindert werden können. Viel Ärger, Staus und Zeitverlust wäre der Bevölkerung hier erspart geblieben. Auf der anderen Seite flossen durch diese von oberer Stelle nicht durchdachten Maßnahmen die Verkehrsströme auch durch die angrenzenden Wohngebiete wie zum Beispiel Zellermoos.

Bleibt zu hoffen, dass diese „Maßnahme“ ein baldiges Ende nimmt. Die Wintersaison steht vor der Tür und wenn dann die Areitparkplätze auch noch in Betrieb sind. verschärft sich die Verkehrssituation im Bereich Flugplatzstraße noch einmal dramatisch.


Ernst Pecile, Zell am See
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