05.09.2016, 18:42 Uhr

Scherzbold mit der Waffe

Facebook-Screenshot (Foto: FB)
TAXENBACH. Bernd Buchner, FPÖ-Bezirksparteiobmann versteht die Aufregung nicht. Der Politiker hat auf seiner privaten Facebookseite einen Beitrag gepostet, der für erheblichen Aufruhr sorgt (siehe Screenshot). In einer Stellungnahme gegenüber dem Bezirksblatt erklärt Buchner: "Man muss schon noch einen Scherz über ein politisches Thema machen dürfen, sonst hört sich alles auf."

Privates Vergnügen

Es handle sich um sein privates Facebook-Profil und man solle auch als Politiker schreiben dürfen, was man denkt. Das gelte für Politiker aller Parteien. Er habe viel Zuspruch für dieses Waffen-Posting bekommen und werde es nicht löschen, so der Sportschütze. "Mein Hobby geht niemanden etwas an". Ich denke mir bei vielen Postings von anderen Leuten auch meinen Teil und rege mich nicht gleich auf".
"Wenn das Schwimmbad voll ist, wird's Zeit für eine andere Beschäftigung. Deutschland empfahl doch, sich vorzubereiten oder habe ich das falsch verstanden?!" So lautete der Text des Bezirksparteiobmannes zu den Fotos, die seine privaten Waffen darstellen, die er legal besitzt, wie er betont. Er will dieses Posting nicht provokant gemeint haben und als Spaß verstanden wissen. Es bezieht sich darauf, dass in Deutschland empfohlen wurde, Lebensmittelvorräte anzulegen. Dass viele Menschen diesen saloppen Umgang mit Waffen als bedenklich empfinden, könne er nicht nachvollziehen. Er bekomme viel Unterstützung von Jägern und Sportschützen. "Solange das alles legal ist, verstehe ich das Problem nicht". Er sei nur in seiner Freizeit politisch aktiv und kein Berufspolitiker. Es störe ihn, dass alles, was "rechts" ist als extrem eingestuft werde.

Fehler eingestanden

Im Jahr 2015 ist Bernd Buchner bereits mit einem geschmacklosen Posting zu dem Amokfahrer in Graz aufgefallen. Das sei in der Situation nicht angebracht gewesen, daher habe er diesen Beitrag später auch gelöscht, wie er sagt. Er sei bereit, Fehler einzugestehen, aber in dem aktuellen Fall stehe er zu seiner Aussage. Da gäbe es im Internet viel schlimmere Sachen, über die er sich auch nicht aufrege, so Buchner.
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Emma Sommeregger aus Flachgau | 05.09.2016 | 21:09   Melden
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