15.04.2016, 15:06 Uhr

Suchaktion in Neukirchen - Hintergrund: ein technischer Defekt

(Eine Presseaussendung der Polizei Salzburg)

NEUKIRCHEN. Durch einen technischen Defekt an der Telefonleitung der Kürsingerhütte, Gemeinde Neukirchen am Großvenediger, wurde in der Nacht zum 15. April 2016 eine Suchaktion nach einem 49- jährigen deutschen Skibergsteiger ausgelöst, der mit einer Skitourengruppe des Deutschen Alpenvereins unterwegs war.

49-jähriger Mann entschied sich zur Rückkehr zur Hütte

Am 14. April 2016 beabsichtigte die Gruppe von der Kürsingerhütte auf den Großvenediger zu steigen und dann ins Tauerntal Richtung Matrei in Osttirol abzufahren. Nach etwa 45 Minuten entschied sich der 49-Jährige in Absprache mit seinem Tourenleiter zur alleinigen Rückkehr zur Kürsingerhütte. Dabei wurde vereinbart, dass er von der Kürsingerhütte selbstständig ins Tal abfahren und mit einem Taxi nach Matrei fahren soll, wo er in einem Hotel wieder auf seine Gruppe treffen werde. Bei der alleinigen Abfahrt zur Kürsingerhütte hatte der Deutsche Orientierungsprobleme, verlor kurz die Aufstiegsspur und löste zudem ein kleines Schneebrett aus.

Auf Wetterbesserung gewartet

Aufgrund dieser Eindrücke entschloss er sich, erst am 15. April und nach entsprechender Wetterbesserung ins Tal abzufahren. Auf Grund eines technischen Defektes an der Telefonanlage der Kürsingerhütte konnte er diesen Entschluss aber nicht an seinen Gruppenleiter weitergeben. Dieser erstattete am 14. April 2016, gegen 22.35 Uhr Anzeige über die Abgängigkeit des 49-Jährigen, da wegen der schlechten Witterung ein Unfall nicht ausgeschlossen werden konnte.

Ankunft gegen 04.10 Uhr

Polizeibeamte aus Mittersill versuchten mehrmals telefonisch Kontakt zur Kürsingerhütte herzustellen, was jedoch ebenfalls nicht funktionierte. Schließlich begaben sich ein Alpinpolizist und ein Mitglied der Bergrettungsortstelle Neukirchen zur Kürsingerhütte, wo sie nach mehrstündigem Aufstieg gegen 4.10 Uhr ankamen und den Deutschen wohlbehalten antreffen konnten. Bei Tageslicht wurde der Mann dann von den Einsatzkräften unversehrt ins Tal gebracht.
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Walter Reifmüller aus Pinzgau | 16.04.2016 | 21:44   Melden
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