22.03.2016, 18:00 Uhr

Tauernklinikum, Standort Mittersill: Die Betriebsrätin äußert ihre Sorgen

Stefanie Bacher, Tauernklinikum-Betriebsrätin am Standort Mittersill. (Foto: Christa Nothdurfter)

Im Mittersiller Standort schwindet offenbar die Zuversicht, doch Tauernklinikum-Geschäftsführer Franz Öller beruhigt.

MITTERSILL/ZELL AM SEE (cn). Stefanie Bacher, Betriebsrätin im Tauernklinikum-Standort Mittersill, wählt ihre Worte mit Bedacht. Schließlich gilt es für sie, einerseits gewisse Bedenken und Sorgen hinsichtlich des Zusammenschlusses der ehemaligen Krankenhäuser Zell am See und Mittersill zu äußern und andererseits soll keine zusätzliche Verunsicherung im Haus beziehungsweise in der Bevölkerung entstehen.

Die einzige Überlebenschance
So bestätigt die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin den politischen Standpunkt, dass die bereits vollzogene Fusion der beiden Spitäler in der Tat deren einzige "Überlebenschance“ ist.
Stefanie Bacher: "Die Belegschaft in Mittersill steht dem Tauernklinikum natürlich grundsätzlich positiv gegenüber, aber es wird uns nicht ganz einfach gemacht, Vertrauen und Zuversicht zu bewahren."

Bettenabbau, Verzögerung des Baus der OP-Säle, ,automatische' Anpassung
Bacher umreißt konkrete Gründe dafür sinngemäß folgendermaßen: "Plötzlich wird es doch einen Bettenabbau sowohl in Zell am See als auch in Mittersill geben, obwohl bei der Konzept-Präsentation im heurigen Jänner davon noch keine Rede war. Und was den Bau der neuen Operationssäle bei uns in Mittersill betrifft, können wir erst wirklich daran glauben, wenn die Bagger auffahren. Eigentlich war das Konzept dafür ja schon fertig, und jetzt werden wieder neue Pläne und Ideen gefordert. Und noch etwas: In allen Bereichen, in denen sich etwas verändert, müssen wir uns in Mittersill ,automatisch' an die Zeller anpassen. Dabei könnte man bei den verschiedenen Systemen doch zuerst einmal schauen, welche Vorzüge sie haben und erst dann entscheiden."

Der Geschäftsführer zu den einzelnen Punkten...
Was sagt Franz Öller, Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor des Tauernklinikums, dazu? Er betont einmal mehr die Gleichwertigkeit der beiden Standorte, alleine schon deshalb, weil "deren Schicksal aneinandergekettet ist". Beim Thema Bettenabbau weist er darauf hin, dass Mittersill hier nur marginal betroffen sei und zwar in Form einer Anpassung. Thema OP-Säle: "Es ist unser dringlicher Wunsch, dass sie so schnell wie möglich gebaut werden; das Land braucht aber noch weitere Unterlagen, die derzeit von einer Arbeitsgruppe erstellt werden." Und zur "Anpassung" an die Zeller meint Öller: "Wir müssen jetzt gemeinsame Standards schaffen und freilich ist es beispielsweise einfacher, kleinere Datenmengen in größere Systeme einzuspeisen als umgekehrt. Das heißt aber nicht, dass letztendlich nicht auch Arbeitsabläufe aus Mittersill übernommen werden."
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