10.03.2016, 14:31 Uhr

Zell am See: Perfekte Rettungskette rettete ein Menschenleben

Die beiden Gruppeninspektoren Franz Reinisch und Hans Niederseer - sie posierten gerne für ein Bezirksblatt-Foto. (Foto: Nothdurfter)
ZELL AM SEE (cn). Noch immer von offensichtlicher Aufregung und Freude erfüllt, erzählt der Polizeibeamte Franz Reinisch, wie schön es war, als er und sein Kollege heute am frühen Vormittag Teil einer lückenlos funktionierenden Rettungskette sein durften - einer Rettungskette, die von Erfolgt gekrönt wurde: Nach fast einer Dreiviertelstunde Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage stellten sich beim Betroffenen, einem 38 Jahre alten Mann aus Tschechien, die gänzlich versagten Vitalfunktionen wieder ein. Am allerglücklichsten darüber wird wohl die Schwester des Mannes sein; sie war während des ganzen Geschehens mit dabei...

Passanten, Polizisten und das Rote Kreuz

Doch der Reihe nach: Heute (10. März 2016) um 8.15 Uhr werden die Polizeibeamten in der Bezirksleitstelle Zell am See darüber informiert, dass ein Mann in der Fußgängerzone zu Sturz gekommen sei. Als die Gruppensinspektoren Franz Reinisch und Hans Niederseer ankommen, liegt Tomas K. ohne Atmung und ohne Herztätigkeit am Boden und wird von zwei Passanten reanimiert. Die beiden Polizisten setzen die Wiederbelebungsmaßnahmen gemeinsam mit einem weiteren Passanten fort. Um etwa 8.50 setzen beim Patienten die Vitalfunktionen wieder ein, wobei zuvor noch das Team vom Roten Kreuz die Polizisten und den weiteren Helfer bei der Herzmassage und der Mund-zu-Mund-Beatmung ablösen.
So kann Tomas K. von der Rettung schließlich in das Krankenhaus Zell am See gebracht werden.

Behandlung im Krankenhaus Zell am See

Wie die Erhebungen ergaben, klagte Tomas K. seit dem Vortag - er war Skifahren - über Kopfschmerzen. Er war also offenbar nicht gestürzt, sondern aus gesundheitlichen Gründen zusammengebrochen. Derzeit wird der Urlauber im Krankenhaus Zell am See operiert.

"Das kann man gar nicht beschreiben...."

Der Polizeibeamte Franz Reinisch: "Es war so toll zu sehen, wie gut wir alle gemeinsam bei den Wiederbelebungsmaßnahmen zusammengearbeitet haben. Vom Passanten bis zum Notarzt, von uns Polizisten bis hin zu den Zivildienern des Roten Kreuzes. Und dann zu sehen, wie der Mann sozusagen wieder zu leben begann - dieses schöne Gefühl und diese Euphorie kann man fast gar nicht beschreiben..."
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