29.07.2016, 09:10 Uhr

Zusammenprall zwischen Pinzgauer Bahn und PKW

Lok und Auto wurden bei dem Zusammenprall schwer beschädigt (Foto: FF Mittersill)
MITTERSILL. Am Donnerstag Abend ereignete sich in Mittersill ein schwerer Verkehrsunfall mit einer Zuggarnitur und einem PKW.

Die 54-jährige Lokführerin steuerte die Diesellock VS 81 der Pinzgauer Lokalbahn in Fahrtrichtung Mittersill. Zur selben Zeit fuhr ein 47-jähriger arabischer Tourist auf im Ortsgebiet von Mittersill, in Richtung Zell am See. Die Lokführerin beobachtete, wie das Auto langsam über die Salzachbrücke auf die Eisenbahnkreuzung zu fuhr. Trotz einem lauten Pfeifsignal ignorierte der PKW-Lenker das Rotlicht der Lichtsignalanlage und fuhr in die Kreuzung ein.

Sieben Verletzte

Das Fahrzeug wurde von der Lock erfasst und auf die Brücke zurückgeschleudert. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der PKW um 180 Grad gedreht und prallte gegen das Brückengeländer. Im Fahrzeug befanden sich auch die Ehefrau des Fahrers und fünf Kinder im Alter zwischen zwei und 16 Jahren. Keiner der Insassen war angegurtet. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Kindersitze fehlten.

Ersthelfer befreiten die Familie aus dem Fahrzeug. Das Rote Kreuz war mit drei Fahrzeugen, dem Rettungshubschrauber Martin 6 und zwei Notärzten im Einsatz. Der Lenker und seine fünf Kinder wurden leicht verletzt und nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus Zell am See entlassen. Die Ehefrau wurde schwer verletzt und musste stationär aufgenommen werden. Die 15 Fahrgäste des Zuges und die Lokführerin blieben unverletzt.

Lok beschädigt

An der Lokomotive wurden die Luftleitungen beschädigt, weshalb der Zug durch eine Ersatzlokomotive abgeschleppt werden musste. Die FF Mittersill war mit vier Fahrzeugen im Einsatz und errichtete eine weiträumige Umleitung über den Kreisverkehr und die Felbertauernstraße für den Zeitraum der Aufräumarbeiten. Die Ortsdurchfahrt von Mittersill auf der B 165 war für zirka eine Stunde für den gesamten Verkehr gesperrt.

Text: Polizeiaussendung
Fotos: FF Mittersill
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