29.03.2016, 22:25 Uhr

Tauernklinikum: Unstimmigkeit zwischen LH-Stv. Stöckl und Padourek

Peter Padourek. (Foto: Archiv / Nothdurfter)
ZELL AM SEE (cn). In einer offiziellen Pressemeldung kritisiert der Zeller Bürgermeister Peter Padourek (ÖVP) als Aufsichtsratsvorsitzender des Tauernklinikums die "landesverantwortliche Stelle". Gemeint ist damit LH-Stv. Gesundheits- und Spitalsreferent Christian Stöckl (ebenfalls ÖVP). Dieser hatte im Zusammenhang mit der Neurologie bzw. mit einer Bettenreduzierung im Tauernklinikum (Standort Zell am See) von "Phantombetten" gesprochen.

"Hohe Auslastung"
Padourek unter anderem: "Es ist falsch, wenn von 30 Phantombetten im Pinzgau gesprochen wird. Ich weise diese Darstellung auf das Schärfste zurück. Die genannten 30 Betten sind keine Phantombetten, sondern von Patienten gebrauchte Betten mit einer hohen Auslastung. Rund ein Fünftel der Patienten auf der Internen Abteilung sind derzeit neurologische Krankheitsfälle, zum Beispiel Schlaganfälle! Wir benötigen die Abteilung dringend. Es stimmt auch nicht, dass im Tauernklinikum wegen des Vorhandenseins eines kompetenten Arztes eine Neurologische Abteilung aufrechterhalten wird. In Wahrheit ist es unmöglich, alle neurologischen Fälle in Schwarzach zu behandeln. Unser Abkommen mit dem KH Schwarzach sieht vor, dass schwere neurologische Fälle aus dem Pinzgau dorthin überwiesen und behandelt werden. Die Nachbehandlung erfolgt im Tauernklinikum. Das ist eine gelebte Kooperation - auch wenn das scheinbar in Salzburg so noch nicht verstanden und akzeptiert wird. Unsere Planung der Neurologie im Tauernklinikum sieht eine Einheit von zehn Akutbetten vor, welche in Zusammenarbeit mit der Internen Abteilung die notwendige Versorgung der neurologischen Patienten sichert."

"Nie in Frage gestellt..."
Stöckl: „Ich unterstütze den Wunsch nach zehn Betten für die Neurologie im Verbund mit der Internen Abteilung am Standort Zell am See. Das ist die derzeit gelebte Praxis, die sehr gut funktioniert. Es wird hervorragende Arbeit geleistet. Diese zehn Betten waren nie und sind auch nicht in Frage gestellt. Was die von Peter Padourek angesprochenen 30 Betten angeht, muss ich ihn allerdings korrigieren – auch wenn ich einem Bürgermeister nur ungern widerspreche: Diese waren nie der Internen Abteilung zugeordnet, sondern im alten Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) auf dem Papier für eine Neurologische Abteilung vorgesehen, die aber aufgrund des Mangels an Neurologen nie realisiert werden konnte. Im neuen RSG ist eine Neurologische Abteilung, die es schon bisher nicht gegeben hat – siehe Homepage des Krankenhauses Zell am See – nicht mehr vorgesehen. Und die rein statistische Bettenzahl wird der Wirklichkeit angepasst. Für die Patientinnen und Patienten ist entscheidend, dass der neurologische Leistungsbereich auch in Zukunft so wie bisher auf der Internen Abteilung angeboten wird.“


Dazu ein Kommentar der Redakteurin:

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