01.07.2016, 07:23 Uhr

Fußball-Weltmeisterschaft der Ärzte in Saalfelden Leogang

: Lokalaugenschein im Leoganger Steinbergstadion: v.l. Thomas Czermin (Organisation WMFC 2017) Marco Pointen (GF Saalfelden Leogang Touristik), Simon Seiler, Josef Grasserbauer (beide langjährige Spieler Nationalteam), Markus Burger (Organisation WMFC 2017) Clemens Burgstaller (Nationalteam), Sepp Grießner (BGM Leogang) (Foto: Foto: smpr.at)
Im Juli 2017 wird in Saalfelden Leogang Behandlungskittel gegen Fußballdress getauscht. Dann nämlich sucht die weltweite Medizinerschaft, bei der Fußball-WM der Ärzte, das beste Medical Soccer Team. Erwartet werden 1000 Teilnehmer aus 24 Nationen und fünf Kontinenten. Knapp ein Jahr vor dem Großereignis überzeugten sich Organisatoren und Spieler des österreichischen Ärztefußball-Nationalteams beim Lokalaugenschein von der perfekten Infrastruktur vor Ort.

Die gesamte Fußballwelt blickt nach Frankreich? Nicht ganz. Denn nicht nur FIFA und UEFA krönen ihre Welt- und Europameister, auch die Ärzteschaft ermittelt alljährlich in einem groß organisierten Turnier ihr bestes Medical Soccer Team. Während bei der UEFA-Euro im Juli also die großen Finalpartien laufen, betreten andernorts fußballaffine Ärzte den Rasen, um bei ihrer Fußball-WM auf Torjagd zu gehen. Ist in diesem Jahr Barcelona vom 9. bis 16. Juli Austragungsort des Großereignisses, geht es für die Mediziner im Juli 2017 auf österreichisches Parkett – nämlich in die Region Saalfelden Leogang. Rund 1000 Teilnehmer aus 24 Nationen und fünf Kontinenten kämpfen dann um den Weltmeistertitel.

Ein starkes Plus an Nächtigungen für die Region

Mit der Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft der Ärzte reiht sich Saalfelden Leogang in eine Liste an Metropolen wie Barcelona, Los Angeles oder Seoul ein. Neben dem Image-Faktor verschafft das Turnier der Region natürlich auch in Sachen Nächtigungen ein starkes Plus. Parallel zur WM findet auch ein Ärztekongress statt, so verbringen die Spieler, welche großteils mit ihren Familien anreisen, eine ganze Woche in der Region. „Die Ärzte Fußball-WM wurde in den vergangenen Jahren immer in Großstädten veranstaltet, umso mehr freut es uns jetzt, dass die Region Saalfelden Leogang mit der Austragung des Großereignisses beauftragt wurde“, so Leogangs Bürgermeister Sepp Grießner. „Wir wurden im vergangenen Herbst kontaktiert, ob die WM für uns interessant wäre und wir haben dann alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Bewerbungsphase positiv abzuschließen. Das Mega-Event ist aus touristischer Sicht besonders interessant. Mit den 1000 teilnehmenden Ärzten handelt es sich um ein hochkarätiges und gut situiertes Publikum, das eine Woche bei uns in der Region verbringen wird“, freut sich auch Saalfelden Leogang Touristik-Geschäftsführer Marco Pointner.

Termin: 8. bis 16. Juli 2017

36 Mannschaften (24 auf Großfeld und 12 auf Kleinfeld) werden von 8. bis 16. Juli 2017 insgesamt 108 Spiele in der Region Saalfelden Leogang bestreiten – ein großer organisatorischer Aufwand, so Grießner: „Es stellt für uns als Gemeinde natürlich schon eine gewisse Herausforderung dar, die Fußballplätze zur Verfügung zu stellen. Aber aufgrund unserer Erfahrung mit internationalen Top-Mannschaften bin ich zuversichtlich, dass wir auch die Ärzte-Fußball-WM perfekt organisieren werden.“

Seit 2006 treffen die Nationalteams, bestehend aus ausgebildeten Ärzten, bei einer eigenen WM aufeinander. 2010 fand das Großereignis zuletzt auf österreichischem Boden, in Innsbruck, statt.
Auch für die Gastgeber des österreichischen Ärztefußball-Nationalteams stellt die Heim-WM einen Höhepunkt dar, erklärt der Schwazer Unfallchirurg und Nationalteam-Spieler Clemens Burgstaller: „Für viele von uns ist es die erste Heim-WM. Die Ärzte-WM ist aber nicht nur ein großes Sporthighlight sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis. Der Fortbildungsgedanke spielt dabei eine große Rolle und der kollegiale Aspekt ist uns sehr wichtig.“ Nichtsdestotrotz, am Platz stehe der Wettkampfgedanke im Vordergrund, so Burgstaller, die WM der Ärzte sei alles andere als ein Jux-Turnier: „Es gibt bei uns eigene Regeln, zwei Spieler pro Mannschaft müssen über 35 Jahre alt sein, zwei über 40, um die Ausgeglichenheit herzustellen. Aber sonst ist alles ähnlich wie beim Weltfußballverband, auch die Favoriten sind gleich wie beim Profi-Fußball, die Spanier sind stark, die Brasilianer sowieso, und auch Deutschland ist nicht zu verachten“, grinst Burgstaller: „Unser Ziel ist es jetzt zunächst mal in Barcelona ein gutes Spiel abzuliefern, möglichst ins Achtelfinale aufzusteigen, und so die Werbetrommel für die Heim-WM zu rühren.“
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