13.06.2016, 08:48 Uhr

Pinzgau Devils besiegen die Gmunden Rams mit 12:0 (0:0, 6:0, 6:0, 0:0)

(Foto: Pinzgau Devils)

Das zweite Heimspiel der Devils gegen die Gmunden Rams war wie die Auswärtspartie, welche knapp 6:8 verloren wurde, von Anfang bis zum Ende ein offener Schlagabtausch und ein sehr spannendes Footballspiel.

SAALFELDEN. Die Verlegung des Spieles nach Saalfelden war jedenfalls eine richtige Entscheidung. 250 Zuseher trotz Regens sollten ihr Kommen nicht bereuen.
Obwohl weiterhin einige Leistungsträger verletzt fehlten, konnten die Devils diesmal in allen Belangen die Gmundner unter Kontrolle halten.
Die Devils gewannen den Coin Toss und entschieden sich, mit ihrer Offense in das Spiel zu starten.
Der Kickoff der Gmundner wurde an die eigene 40 retourniert und somit begannen die Devils in guter Feldposition ihren ersten Drive. Dieser führte nach einem beherzten Lauf von Timi Adesanya bis knapp an die Red Zone der Gäste. Durch einen Fumble, den die Gmundner recovern konnten, wurde jedoch die Chance auf Punkte vertan.
Nachdem die Rams ein First Down erreichen konnten, mussten sie in der zweiten Angriffsserie punten und die Devils übernahmen an der eigenen 16 das Angriffsrecht.
Nach drei Läufen von Timi Adesanya konnte ein First Down erreicht werden. Im dritten Versuch und 14 Yards zu gehen folgte ein complete Pass an die Rams 38. Zwei weitere Läufe von Timi Adesanya führten die Devils an die gegnerische 20. Ein Pass auf Christian Hofer zum First Down und ein Lauf des Quarterbacks Hannes Riedsperger brachten die Devils an die 2 der Rams. Ein Versuch, den Ballträger in die Endzone zu schieben misslang und damit endete das erste Quarter somit 0:0.
Der dritte Versuch misslang und so spielten die Devils den vierten aus und mit einem beherzten Lauf konnte Tini Adesanya erstmals die Endzone der Rams zum Touchdown besuchen. Da der Pat geblockt wurde, führten die Devils damit mit 6:0
Nach einen Kick Off in die Endzone der Rams übernahmen diese an der eigenen 25 den Ball. Dabei endete der 4. Versuch und 1 zu gehen mit einem False Start und die Rams waren bei 4. und 6 zum Punten gezwungen.
Auch die nächste Angriffsserie musste nach zwei Läufen von Timi Adesanya und Dominik Strasseggger und einem kurzen Pass auf Maylan Bacher, der schnell getackelt wurde, mit einem Punt beendet werden.

Nach zwei First Downs, eines davon durch ein Facemask, mussten die Rams wieder punten und die Devils übernahmen an der eigenen 7 den Ball.
Ein schöner Pass auf Christian Hofer brachte ein First Down Devils, nach einer 15-Yards Strafe mussten die Devils jedoch punten und die Rams übernahmen an der eigenen 33 mit 9 Sekunden auf der Uhr. Nach zwei incomplete Pässen erfolgte der Halbzeitpfiff mit einem verdienten 6:0 für die Heimmannschaft.
Nach einem schönen Pass auf die Nummer 85 der Rams und einem Firstdown waren die Rams in der folgenden Serie wieder gezwungen zu punten. Alexander Weitgasser konnte den Punt blocken und die Devils konnten den Ball an der Rams 49 erobern.
Der folgende Drive brachte leider nichts ein und nach einem ausgespeilten 4. Versuch an der 50, einem Blitz und einem Sack übernahmen die Rams wieder das Angriffsrecht.
Die Rams machte sich nun durch Strafen das Leben selbst schwer und Manuel Mittermaier konnte an der Devils 32 einen Pass intercepten.
Erst konnte Dominik Strassegger 2 Yards erlaufen, dann folgte eine „Durchbruch“ von Timi Adesanya, der die Devils an die Rams 25 brachte.
Ein weiterer Lauf von Dominik Strassegger an die 14 brachte ein neues First Down. Trotz einer Strafe und einem 2. und 15 zu gehen, ließ Quaterback Hannes Riedlsperger einen Traumpass auf Maylan Bacher aus und dieser stellte mit seinem Touchdown auf 12:0.
Dabei verletzte sich ein Rams Spieler, beide Mannschaften knieten für den Verletzten und die Zuseher klatschten, bis der Spieler wieder auf den Beinen war – auch das ist Football – trotz aller Härte im Spiel, steht Fairness immer an oberster Stelle.
Da der Snap zum PAT misslang, versuchten die Devils einen Pass in die Endzone, welcher jedoch von den Gmundnern abgefangen werden konnte.
Der Drive der Gmundner endete in einem Punt, den Manuel Mittermaier an die 50 retournieren konnte.
Nach einigen schönen Laufspielzügen endete das 3. Quarter mit 12:0 an der Rams 34 mit einem 2. und 6 zu gehen.
Nach einem First Down auf Grund einer Facemask Strafe wurde ein 4. Versuch an der Rams 22 ausgespielt und führte zu einem Turnover on Downs.
Nun hatten die Rams ihre stärkste Phase, und hier besonders ihre Nummer 15, Michael Fellner, der mit beherzten Läufen seine Mannen in die Red Zone führte.
Die Defense der Devils hielt jedoch hervorragend dagegen und zwang die Rams nach dem 2-Minute Warning an der 16 zu einem 4. Versuch der erfolgreich abgewehrt werden konnte.
Mit der Uhr im Rücken folgten noch einige schöne Läufe der Devils und noch ein First Down und danach ließen die Devils die Zeit ablaufen und besiegelten den 12:0 Erfolg.
Nils Gödde: „Dieses Spiel war jedenfalls eine tolle Werbung für den American Football Sport, beide Teams agierten auf Augenhöhe und hielten das Spiel bis zur letzten Sekunde offen.

Aber unsere Spieler haben uns heute mit ihrer Leistung und ihrem Einsatz beeindruckt. Jeder hat für den anderen gekämpft und bis zur letzten Sekunde alles gegeben. Es war mit Sicherheit die beste Defense Leistung, die wir je gezeigt haben.
Auch die Offense konnte an die Leistung in Gmunden nicht nur anschließen, sondern noch einen drauf setzen. Sie konnte diesmal auch in den entscheidenden Phasen ihre Akzente setzen, sodass dieser Sieg hochverdient war.
Wir dürfen uns auch auf diesem Wege bei den Zusehern bedanken, welche uns heute so optimal unterstützt haben. Wir sind sicher, dass das nicht das letzte Spiel in Saalfelden gewesen sein wird.“
„Trotz des Fehlens einiger Stammspieler konnten wir heute unsere Spielzüge ausgezeichnet umsetzen. Die Mischung aus Rush und Pass konnte optimal umgesetzt werden,“ erläutert Head Coach Bernhard Schützinger.
„Beide Lines haben heute großartiges geleistet – nicht umsonst wurden diese für uns so wichtigen Spieler gemeinsam zum MVP gewählt,“ meinte Stephan Taxer, Defensive Coordinator der Devils, nach dem Spiel. Wir fahren nächste Woche jedenfalls nach Graz zu den Projekt Spielberg Graz Giants 2 um dort zu gewinnen und uns für die 20:33 Heimniederlage zu revanchieren.
Der Zug für die Play Offs ist zwar schon an-, aber noch nicht abgefahren. Leider sind wir dabei auf fremde Hilfe und einen klaren Sieg in Graz angewiesen, wir werden aber unser Bestes geben, um die kleine Chance zu wahren.“

Text und Fotos: Pinzgau Devils
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