16.06.2016, 11:01 Uhr

Saalbacher beim Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler

In Österreich gibt es 2679 Tischlerlehrlinge (Foto: Tischlerinnung)

Tischlernachwuchs aus ganz Österreich zeigt sein Können.

SAALBACH. Am 24. und 25. Juni 2016 findet in der Landesberufsschule Pöchlarn der 57. Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler statt. Auch aus Saalbach sind zwei Teilnehmer dabei. An den beiden Tagen treten die jeweiligen Landessieger des ersten, zweiten und dritten Lehrjahres gegeneinander an.

Eingebettet ist der Wettbewerb in ein Branchentreffen, bei dem dieses Jahr vor allem die Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Am 25. Juni können sich Besucher vom Talent und den Fertigkeiten der Jungtischler überzeugen.

Zum 57. Mal wird der Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler veranstaltet. In den Bereichen Tischlerei und Tischlereitechnik treten insgesamt 45 Lehrlinge aus ganz Österreich an. Der Schwerpunkt bei der vierjährigen Ausbildung zum Tischlereitechniker liegt dabei in der Planung, bei der dreijährigen Tischlerlehre in der Produktion.

Salzburger Teilnehmer:


Tischlerei:
Erstes Lehrjahr: Christopher Schlick aus St. Michael/Lungau (Bezirk Tamsweg), Lehre bei Lüftenegger GmbH (Tamsweg)
Zweites Lehrjahr: Siegmund Strasser-Gfrerer aus Obertrum am See (Bezirk Salzburg Umgebung), Lehre bei Strasser-Gfrerer GmbH (Obertrum am See)
Drittes Lehrjahr: Johannes Oppeneiger aus Hallein (Bezirk Hallein), Lehre bei Voglauer (Abtenau)

Tischlereitechnik
Gregor Brandner, Lehre bei Flexinno GmbH in Saalbach
Michael Schmidhofer, Lehre bei Flexinno GmbH in Saalbach

Fachkräfte sind Motor der Wirtschaft


Österreich verfügt über ein hervorragendes Ausbildungssystem für Facharbeiter zwischen Schule und Betrieb. Der Erfolg dieses dualen Ausbildungssystems hängt aber ganz vom Engagement der Betriebe und der Lehrlingsausbildner ab. Nur mit ihrer Hilfe kann den jungen Menschen die Liebe zum Werkstoff Holz vermittelt werden. Dabei müssen Können und Kreativität gleichsam gefördert werden.

„Die heimische Wirtschaft braucht gut ausgebildete Facharbeiter“, so Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart. „Dabei ist es wichtig, dass hervorragende Schulen, engagierte Betriebe und visionäre Lehrlingsbeauftragte in ganz Österreich eng zusammenarbeiten, um für die motivierten, jungen Menschen die optimalen Voraussetzungen zu schaffen. Wenn ich mir die tollen Leistungen jedes Jahr anschaue, bin ich überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Veränderungen in der Ausbildung


Die Ausbildung der Tischler hat sich in den letzten Jahren verändert. Nicht mehr nur der Umgang mit Hobel und Säge wird vermittelt, Jungtischler erlernen den Umgang mit modernsten Maschinen und die Entwicklung eines Stückes von der Idee bis zur Fertigstellung. „Ein Fest des Miteinander“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler in Pöchlarn.

„Ich finde es sehr gut, dass nicht nur die Konkurrenz, sondern auch das Miteinander beim Wettbewerb eine Rolle spielt“, so Bundeslehrlings-Lehrwart Josef Pichler. „Die Lehrlinge des ersten, zweiten und dritten Lehrjahres jedes Bundeslandes arbeiten an drei Teilen, die zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt werden. Die Teile werden auch einzeln bewertet. Aus diesen Einzelwertungen ergibt sich dann eine Gesamtwertung für jedes Bundesland. Ich wünsche mir einen fairen, spannenden Wettbewerb.“

Nach dem Bundeslehrlingswettbewerb treten die besten Lehrlinge auch bei internationalen Bewerben an, wie zum Beispiel den World Skills in Abu Dhabi.

Ausbildung zum Tischler


Jahr für Jahr werden in Österreich rund 3000 Lehrlinge in der Tischlerbranche ausgebildet. Die Ausbildung der Lehrlinge erfolgt fast ausschließlich in Klein- und Mittelbetrieben. In Österreich ist die Ausbildung im Lehrberuf Tischler universell. Eine allfällige Spezialisierung z.B. für die Bereiche Innenausbau, Möbelbau, Kunsttischler oder Bautischler erfolgt erst nach Abschluss der Berufsausbildung als Facharbeiter oder Meister.

In Österreich gibt es 10.185 Mitgliedsbetriebe, davon 7.298 Tischlereibetriebe mit 31.522 Beschäftigten und 2.679 Lehrlinge (Stand Mai/2016).

Text: Landesinnung
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