27.05.2016, 09:39 Uhr

Schmitten: Die Arbeitbahn wird zur Einseilumlaufbahn „areitXpress“

Schneller und komfortabler bringt der „areitXpress“ die Skifahrer ab Winter 2017/18 auf den Berg. Durch den Umbau der 1988 errichteten Areitbahn I kann die Förderleistung um 50 Prozent gesteigert werden. (Foto: Schmittenhöhebahn/Doppelmayer)

Bei der Jahreshauptversammlung der Schmittenhöhebahn AG wurde sowohl Bilanz gezogen als auch in die Zukunft geschaut.

ZELL AM SEE. Gestern, am 25. Mai 2016 lud die Schmittenhöhebahn AG zur 88. ordentlichen Hauptversammlung in das Ferry Porsche Congress Center. Vorstand Erich Egger und die Prokuristen Ferdinand Eder und Hannes Mayer präsentierten das Geschäftsjahr 2014/15. Mit 979.648 Gästen im Berichtsjahr, konnte die Schmittenhöhebahn ein Plus von 7,7 Prozent im Gesamtergebnis im Vergleich zum Vorjahr erzielen.
Investitionsreich geht es beim Zeller Leitbetrieb weiter: Nach der Fertigstellung der zweiten Sektion des „zellamseeXpress“ für kommenden Winter beginnen im Sommer 2017 die Umbauarbeiten der Areitbahn. Ab Winter 2017/18 bringt die moderne 10er-Einseilumlaufbahn „areitXpress“ die Skifahrer ins Skigebiet.
Nachfolgend die Details:

Ende gut, alles gut im Winter 2014/15

Milde Temperaturen und fehlender Naturschnee sorgten für einen schweren Saisonstart und führten zu Rückgängen im November und Dezember. Nach einem durchschnittlichen Jänner, Gästerekord im Februar und ebenfalls guten März entpuppte sich der Winter 2015/16 letztendlich zu einer guten Saison mit 810.615 Gästen am Berg. Die Sensation dabei war der Februar. Die Gästeanzahl war um fast 45.000 (+18%) mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Erfreuliche Gästezahlen im Sommer

Rekordtemperaturen im Juli und August brachten auch Rekordgästezahlen in diesen Monaten. Nach einem verregneten Herbst, verbucht man am Ende des Sommers ein Plus von +5 Prozent. Insgesamt nützten 169.000 Besucher die Bergfrische und das vielfältige Angebot am Zeller Hausberg - ein Rekord in der Firmengeschichte. Auch die Schifffahrt fuhr zum 10-jährigen Jubiläum die besten Zahlen der Geschichte ein. Mit 137.000 Gästen am Zeller See steht am Ende der Schifffahrtsstatistik ein erfreuliches Plus von +0,7 Prozent.

Umsatz: Gut 31.856.400 Euro

Insgesamt erwirtschaftete die Schmitten einen Umsatz von gut 31.856.400 Euro, beförderte 979.648 Personen mit den Seilbahn- und Liftanlagen und 140.448 Gäste mit den Schiffen am Zeller See. Das Pinzgauer Unternehmen erzielte so einen Jahresgewinn von 909.000 Euro (Vorjahr 855.000 Euro), wovon den Aktionären eine Dividende von 1,80 Euro je Stückaktie ausgeschüttet wurde.

Wintersaison 2015/16 mit Februar-Rekord

Mit über 830.000 Gästen am Berg war der vergangene Winter unterm Strich gut. Nach einem euphorischen Winterstart Ende November folgte eine sehr milde und niederschlagsfreie Schönwetterphase über Weihnachten. Erst im Jänner kam der Winter in Schwung, gefolgt vom besten Februar aller Zeiten. Begünstigt durch den frühen Ostertermin erzielte man im März das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen.

Aktueller Sommer: Seilbahn und Schifffahrt bereits im Sommerbetrieb

Während die Schifffahrt bereits seit Ende April zur Panorama-Rundfahrt ablegt, ist die Schmittenhöhebahn am 14. Mai in den Sommerbetrieb gestartet. Mit zwei Erlebniswanderwegen, dem Elektro-Motocross Park und zahlreichen Veranstaltungen am Berg und Schiff dürfen sich die Besucher wieder über abwechslungsreiche Angebote für die ganze Familie freuen.

Investitionsoffensive für die nächsten Winter

Mit der Eröffnung der zweiten Sektion der neuen 10-Personen-Umlaufkabinenbahn zellamseeXpress, schaut die Schmitten ab kommenden Winter sprichwörtlich über den Tälerrand. Auf der neuen 3,3 Kilometer langen Abfahrt ins Glemmtal warten spektakuläre Ausblicke auf die Saalbacher Grasberge und das Steinerne Meer. Mit der modernen 10-Einseilumlaufbahn auf einer Gesamtlänge von 2.884 Metern und einem absoluten Höhenunterschied von rund 800 Metern geht es in weniger als zehn Minuten wieder zurück auf das Salersbachköpfl in 1.920 m Seehöhe.

Umbau der Areitbahn genehmigt

Grünes Licht vom Aufsichtsrat gab es bei der heutigen Jahreshauptversammlung für ein weiteres Meilensteinprojekt. Lange Wartezeiten bei der Areitbahn I gehören ab Winter 2017/18 der Vergangenheit an, da der Umbau in eine 10er-Kabinen-Einseilumlaufbahn geplant ist. „Für uns ist der Umbau der Areitbahn ein wichtiger Schritt, um die Servicequalität für unsere Gäste zu gewährleisten. Mit dem „areitXpress“ können wir die Förderleistung der Bahn um 50 Prozent erhöhen und bringen die Skifahrer schnell, komfortabel und ohne Wartezeiten auf den Berg!“, so Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG.
Die Planung und Behördenverfahren sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden, der Bau ist für Sommer 2017 geplant. Für Winter 2017/18 wird die neue Bahn in Betrieb genommen. Mit 850.000 Berg- und Talfahrten im vergangenen Winter, befördert die Areitbahn die Hälfte aller Erstauffahrten und ist damit die wichtigste Zubringerbahn für das Skigebiet.

Schmittenhöhebahn AG auf einen Blick

Die Schmittenhöhebahn AG ist mit bis zu 330 Mitarbeitern in der Wintersaison einer der Leitbetriebe und wichtigsten Arbeitgeber in der Region Zell am See-Kaprun. 27 Lift- und Seilbahnanlagen auf der Schmittenhöhe, sowie die Schifffahrt am Zeller See zählen im Winter und Sommer zu den touristischen Hauptattraktionen in Zell am See-Kaprun.
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