25.04.2016, 00:00 Uhr

"Sichtbar machen" und "keine Barrieren" mehr bei psychischen Erkrankungen

Ja, es ist viel passiert in den letzten Jahren, öffentliche Gebäude wurden barrierefrei, es gibt Parkplätze für beeinträchtigte Menschen uvm.
Barrieren für körperlich behinderte Menschen sind „sichtbar“, man hat diese Barrieren erfreulicherweise schon großteils beseitigt.

Anders bei Krankheiten der Psyche, politisch und gesellschaftlich eine „never ending story“

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Betroffene werden gesellschaftlich und gesundheitspolitisch nach wie vor stigmatisiert, ausgegrenzt und als Stiefkind behandelt. Unser Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystem funktioniert im Grunde genommen. Aber keine dieser Sektoren legt einen „Fokus“ auf psychische Erkrankungen, obwohl diese so häufig sind, dass man sie nicht ignorieren kann. Psychische Leiden sind "alltäglich". Strategieanalytiker zeigen diese Situation immer wieder auf.

Politik und Gesellschaft dürfen nicht mehr wegschauen

OECD-weit ist jeder dritte Arbeitslose und sogar jeder zweite Langzeitarbeitslose mit einer psychischen Krankheit konfrontiert. Weder politisch, noch gesellschaftlich kann man „Krankheiten der Seele“ zukünftig ignorieren.

Gleichbehandlung und Akzeptanz

Es ist schon längst an der Zeit, diesen Krankheiten und den betroffenen Menschen die selbe Aufmerksamkeit zu schenken wie es bei anderen (organischen) Erkrankungen üblich ist. Barrieren müssen zuerst sichtbar werden, damit auch für psychisch Kranke zukünftig „Barrierefreiheit“ möglich ist.
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