19.09.2016, 21:20 Uhr

Horrorszenario für Einsatzkräfte nach Drehbuch

Rauch ging auf bei der Einsatzübung am Schanzengelände, Die Feuerwehr traf als erstes ein und sicherte die Unfallstelle.

In Bischofshofen übten 35 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes zusammen mit Notarzt und einem 10köpfigen Einsatzkommando der Feuerwehr für den Ernstfall.

BISCHOFSHOFEN (ae). Am Schanzengelände in Bischofshofen ging Rauch auf. In diesem Fall jedoch kein Notfall. Das Rote Kreuz Bischofshofen veranstaltete zusammen mit der der örtlichen Feuerwehr eine Einsatzübung und inszenierte dazu einen Autounfall.

Horrorszenario nach Drehbuch
Vier eingeklemmte Personen sind aus einem abgerutschten Fahrzeug mit Brandgefahr zu bergen, ein Opfer war nicht angegurtet und wurde aus dem Fahrzeug geschleudert, so stand es im Drehbuch der Einsatzübung. Dieses Szenario wurde akribisch mit vielen Details und somit äußerst realitätsnah geplant und vorbereitet. Von der Rauchentwicklung über Protagonisten des Jugend Rot Kreuzes, die mit ihren aufgeschminkten Verletzungen und glaubhaft schmerzverzerrter Gesichtsmimik perfekt in die Rollen von Unfallzeuge und Unfallopfer schlüpften, bis hin zur vorgeführten Airbag-Auslösung fehlte kein Detail.

Wichtiges Zusammenspiel der Einsatzgruppen
Die inszenierte Unfallsituation forderte von der Feuerwehr die Sicherung der Gefahrenstelle, Einsatz der Bergeschere und Löschbereitschaft. Für Notarzt und Sanitäter zählte die richtige Versorgung der Verletzungen. Wichtig dabei war das funktionierende Zusammenspiel zwischen Feuerwehr, Notarzt und den Sanitätern untereinander um eine schnellstmögliche Versorgung der Opfer möglich zu machen. "Die Planung einer solchen Übung ist mit viel Aufwand verbunden, der sich aber für eine lehrreiche Übung lohnt", so der Ausbildungsleiter der Bezirksstelle Wolfgang Dollhäubl.

Beobachtungen des Rettungsablaufes
"Die Übung funktionierte wie ein Uhrwerk" bei dem sich beide Einsatzgruppen harmonisch zu einer Rettungseinheit zusammenfügten, konnten die Einsatzleiter am Schluss resümieren. Bürgermeister Hansjörg Obinger machte sich selbst ein Bild, war bei der Übung als Zuschauer dabei und sprach seine große Wertschätzung für die engagierten Leistungen und die sehr wichtige Bereitwilligkeit für laufende Weiterbildungen der Einsatzkräfte aus.

Bergung aus unzugänglichen Unfallorten
Am Ende des Übungstages führte Feuerwehrkommandant Hartmut Wetteskind anhand der Drehleiter vor, wie die Feuerwehr den Einsatzkräften des Roten Kreuz eine schnelle und Patienten schonende Hilfestellung bei der Bergung aus schwer zugänglichen Unfallstellen oder aus großen Höhen geben kann. Die Drehleiter kann in 30 Sekunden in einer Höhe von bis zu 30 Metern für Bergungen aus engen Stiegenhäusern oder mit Seilkombinationen zu engen Schächten ausgefahren werden. Hierfür gibt es eine eigens ausgebildete Gruppe.

Gewählt wurde bewusst ein Horrorszenario, dass sehr selten zu bewältigen ist. Genau solche, nicht alltägliche, Situationen müssen geübt werden, damit im Ernstfall eine schnellstmögliche, richtige Versorgung und vertraute Handhabung der zur Verfügung stehenden Ausrüstung gewährleistet werden kann, so das Ausbildungsteam. Seitens der Feuerwehr sind solche Übungen angesichts der sich ständig ändernden Technik sehr wichtig, erklärt Kommandant Wetteskind. Mit den Worten des Abteilungskommandanten Christian Kreuzer "Ich bin stolz auf meine Mannschaft" und einem Dank für die Beteiligung der Feuerwehr wurde ein lehrreicher Übungstag, der ein sehr gutes Zusammenspiel aller Einsatzkräfte gezeigt hat, beendet.
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