20.07.2016, 11:59 Uhr

Traditioneller Haarschmuck modern interpretiert

Bischofshofen: Bischofshofen |

Die Landjugend Salzburg erweitert das Bildungsprogramm und setzt neue Akzente bei den traditionellen Kreativworkshops. Im Pongau fand vergangene Woche ein Haardesignschmuck-Workshop für kulturell begeisterte Jugendliche statt. Über 20 Personen aus mehreren Bezirken nutzten die Gelegenheit und besuchten die zwei Kurse in Bischofshofen zum Thema „Klosterarbeit als Haarschmuck“.

Tradition

Klosterarbeiten haben bereits eine lange Tradition, die alten Techniken gehen zurück bis ins Mittelalter, man versuchte damals seinem tiefen Glauben in Kunstform auszudrücken. Die Techniken und Motive wurden immer ausgefeilter und komplizierter über die Jahrhunderte, nichts desto trotz ist diese hohe Kunst vom Aussterben bedroht. Doch es gibt noch fleißige Hände, die die schönen Arbeiten am Leben erhalten und ihr Wissen auch an Interessierte weitergeben. Zu ihnen gehört auch Claudia Quehenberger aus Abtenau. Seit fast 20 Jahren hat sie es sich zur Mission gemacht diesem Kunsthandwerk wieder Leben einzuhauchen.
Kultur und Brauchtum werden auch in der Landjugend groß geschrieben.

Vielseitiges Bildungsangebot

Die Landjugend Salzburg bietet ein vielfältiges Bildungsprogramm, das Interessierten auch die Möglichkeit gibt sich mit altem Kunsthandwerk, wie den Klosterarbeiten, zu beschäftigen. Die alten Techniken wurden zur Vorlage genommen um daraus kunstvollen Haar- und Ohrschmuck zu gestalten. Zum Einsatz kommen neben Silber- und Golddraht auch hochwertige Perlen und Kristalle, um den schönen Arbeiten den letzten Schliff zu geben. Durch die hohe Qualität ist die Langlebigkeit garantiert und man hat jahrzehntelang Freude an den edlen Stücken.
Die Kurse die über die Landjugend geboten wurden, dienten zum hineinschnuppern in das Thema Klosterarbeiten, nach einem intensiven Kursabend konnten die Teilnehmerinnen mit einigen selbstgefertigten schönen Stücken nach Hause gehen. "Wenn man sich einmal drüber traut, sieht man, dass es eigentlich gar nicht so schwierig ist. Man braucht etwas Fingerspitzengefühl und Geduld. Die Freude ist dann natürlich riesig wenn man das fertige Kunststück in den Händen hält", so Kristina Hettegger von der Landjugend Pfarrwerfen.
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