22.06.2016, 13:55 Uhr

"Darauf freuen wir uns immer": Zweimal pro Woche wird Deutsch gelernt

Der ehemalige NMS-Direktor, Erich Quehenberger, gibt den Flüchtlingen in St. Martin zwei Mal pro Woche Deutschunterricht. (Foto: Angelika Pehab)

Die BEZIRKSBLÄTTER drückten mit den Asylwerbern in St. Martin die Schulbank.

ST. MARTIN (ap). Zwölf Augenpaare strahlen einem entgegen, wenn man die Flüchtlinge beim Deutschkurs im Erdgeschoss des Gemeindeamtes von St. Martin besucht. "Das ist eine sehr nette Truppe, fleißig und engagiert", bestätigt auch ihr Lehrer Erich Quehenberger – er ist der ehemalige Direktor der Neuen Mittelschule Annaberg – den ersten Eindruck.

"Lernen macht uns Spaß"
Sie alle lernen für die Prüfung zum Deutschniveau A1 (Grundniveau), deren positiver Abschluss Grundvoraussetzung ist, um als anerkannter Flüchtling Mindestsicherung beziehen zu können. "Ich bin bereits seit neuen Monaten in Österreich und mir gefällt es sehr gut. Deutsch ist leicht zu lernen", so Marian aus Syrien und Isaak aus dem Iran fügt hinzu: "Ja, und die Leute sind sehr nett hier."
Neben dem Deutschkurs gibt es noch eine weitere willkommene Abwechslung, wo die Flüchtlinge ihre frisch erlernten Sprachkenntnisse dem Praxistest unterziehen können. "Jeden Freitag fahren wir mit der Caritas nach Bischofshofen zum einkaufen", freut sich Ahmet.

"Es gibt keine Probleme"

"Bei uns in St. Martin sind aktuell zwanzig Asylwerber einquartiert, darunter auch zwei Familien mit Kindern", erklärt Bgm. Hannes Schlager und erzählt weiter: "Die vielen Freiwilligen helfen bei der Integration und wenn es möglich ist, dürfen die Flüchtlinge auch im Gemeindedienst – wie beispielsweise beim Blumenpflanzen – anpacken."
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