21.04.2016, 11:51 Uhr

Jeder Kopf findet seinen Deckel

Bei Zapf-Hüten kommt es auf jedes Detail an: Alles wird perfekt vernäht.

Im Familienbetrieb Zapf werden bereits in der vierten Generation handgefertigte Hüte produziert.

WERFEN (aho). Etwa 15.000 handgemachte Hüte stellt die Hutmacherei Zapf in Werfen jährlich her. Auf die Qualität seiner Produkte legt das Pongauer Traditionsunternehmen viel Wert. Das hochwertige Rohmaterial für die Hüte kommt ausschließlich aus Europa. Neben dem Haar- und Wollfilz aus Hasenhaar wird bei Zapf seit heuer auch geschmeidiges Biberhaar verwendet. Chemisch sind nur der Farbstoff und die Imprägnierung.
Zur Auswahl stehen Damen- und Herrenhüte in den Kategorien Classic, Exquisite, Jagd und Stroh. Deneben wird auch jährlich ein zusätzliches Produkt angeboten, wie beispielsweise eine Lodentasche.

"Mein Motto ist, die Tradition zu pflegen, aber dennoch mit dem Zeitgeist zu leben", sagt Theresia Bartolot, die seit 2004 alleinige Geschäftsführerin ist. Ihre zehn Mitarbeiter bringen in Werfen die edlen Kopfbedeckungen in Form: Zuerst wird der Stumpen mit Holzformen zum Hut modelliert. Danach folgt die Formgebung der Krempe (Hutrand), ehe die feinen Näharbeiten beginnen.

Alles echte Handarbeit

"Im Unterschied zu industriegefertigten Hüten wird der Filz bei uns nicht gepresst, sondern nach der Behandlung mit Wasserdampf händisch gezogen. Wir geben den Hüten auch die nötige Zeit zum Trocknen für eine bessere Beständigkeit der Hutform", erklärt die Chefin. Die Produktion eines Zapf-Hutes dauert in etwa vier Tage.
Bei Messen in Salzburg, München und Nürnberg stellt Zapf regelmäßig aus. In Florenz steht das Unternehmen bereits auf der Warteliste. Mehr als die Hälfte des Großhandels geht in den Export. "Dass die Hüte sogar nach Japan und in die USA verkauft werden, erfüllt mich mit Stolz", sagt Bartolot.
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