24.03.2016, 11:48 Uhr

Kein Kriminalitätsanstieg durch die Asylwerber

Bezirkspolizeikommandant Nothdurfter drängen zu mehr Aufmerksamkeit am Steuer. Unaufmerksamkeit durch z.B. Telefonieren, sei der Hauptgrund für Verkehrsunfällen. (Foto: Agnes Etzer)

Verbrechen und Delikte im Bezirk sind 2015 zurückgegangen. Die Aufklärungsquote lag bei 45,5 Prozent.

Über ein positives Jahr 2015 aus bezirkspolizeilicher Sicht kann Bezirkspolizeikommandant Josef Nothdurfter berichten. "Die Verbrechen und Delikte im Pongau sind auf 3.735 zurückgegangen. Die Aufklärungsquote lag bei 45,5 Prozent. Das heißt, es wurde beinahe jedes zweite Verbrechen aufgeklärt – ein zufriedenstellendes Ergebnis", so Nothdurfter. Ein Zusammenhang zwischen der Kriminalität im Bezirk und der steigenden Asylweberzahl sei damit dezidiert auszuschließen: "Der Anteil an Delikten durch Asylwerber und Einheimischen hält sich die Waage", weiß Josef Nothdurfter. "Auch Skiunfälle und Skidiebstähle seien rückläufig, was eventuell auch an der kurzen Saison gelegen haben könnte."

Banden abgeschrekt

Dass im Bereich Eigentumskriminalität (Einbruch, Diebstahl usw.) der Pongau von organisierten Banden verschont geblieben ist, könne auch an den Grenzkontrollen liegen. "Die Täter müssen damit rechnen, an den Grenze aufgehalten zu werden. Das schreckt sie ab", weiß der Bezirkspolizeikommandant.

Beinahe Verdoppelung an Verkehrstoten

Lediglich der drastische Anstieg an Verkehrstoten von sechs im Jahr 2014 auf elf Tote im Jahr 2016 ist eine negative Entwicklung. "Wir drängen zu mehr Aufmerksamkeit am Steuer. Unaufmerksamkeit durch z.B. Telefonieren, ist der Hauptgrund für Verkehrsunfällen", warnt Nothdurfter.
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