14.03.2016, 20:01 Uhr

Lärchenschindeln „handgemacht“..

BAD HOFGASTEIN (rau). Langeweile ist für den rüstigen Bad Hofgasteiner Hans Standteiner sen. auch im Ruhestand ein Fremdwort. Neben der Herstellung von prächtig gebundenen Gamsbärten, versteht sich der pensionierte Maurer seit Jahrzehnten auch auf die Herstellung von handgefertigten Lärchenschindeln. Die Herstellung der Lärchenschindeln die dann Glockentürme, kleine Vordächer oder Erker der schmucken Pongauer Häuser zieren erfordert viel Fachwissen. Dies beginnt schon beim Fällen der richtigen Lärchen, hier muss schon vor dem Umschneiden auf Zeichen geachtet werden, ob sich das Holz dann auch richtig Spalten lässt. Krumm gewachsene Bäume eigen sich für die Schindelherstellung nicht und die Bäume müssen eine sogenannte Linksdrehung aufweisen und die von Hand aufgespalten wurden, damit sich das Holz nach dem Bearbeiten nicht verdreht und seine Form behält. Aus den 20 bis 40 Zentimeter langen Baumstücken werden dann die einzelnen Lärchenschindeln, mit einem eigenen Schindelmesser in einer Dicke von 5 bis 10 mm abgespalten. Überstehendes Holz am überdeckten Bereich der Schindel wird dann auf der Hoanzlbank noch mit dem Zugmesser entfernt. Wichtig ist dabei, dass der sichtbare und damit der Witterung ausgesetzte Teil der Holzschindel nicht geputzt wird und die spaltraue, witterungsbeständige Schindeloberfläche erhalten bleibt. Hans Standteiner:“ Wichtig ist dann beim Dacheindecken, dass die Schindeln von unten genug Luft bekommen um immer nachtrocknen zu können und das nur bei abnehmenden Mond gedeckt wird, so halten die Lärchenschindel weit über 40 Jahre. Lärchenschindeln waren über lange Zeit hinweg die gängigste Eindeckung bei Almhütten und erleben vielerorts eine Wiederbelebung.“
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