17.04.2016, 18:37 Uhr

Lawinenabgang in Sportgastein: Schwierige Bergung bei starken Windböen

Die Retter beim Abstieg zu den Verschütteten. (Foto: Bergrettung Bad Gastein)

Bei einem Lawinenabgang am Samstag im Bereich des Geiselkopfes wurden zwei Skitourengeher verletzt und von der Bergrettung Bad Gastein geborgen.

SPORTGASTEIN (ap). Sieben Skitourengeher aus Salzburg befanden sich in der Abfahrt vom Geiselkopf, als sie auf etwa 2.300 Metern Höhe im Bereich einer Rinne ein kleineres Schneebrett auslösten. Fünf Personen davon wurden mitgerissen und teilverschüttet. Ein Skitourengeher erlitt eine leichte Kopfverletzung und ein weiterer wurde am Knie schwerer verletzt. Da er nicht mehr selbständig abfahren konnte, verständigten die Skitourengeher um etwa 10:15 Uhr die Bergrettung.

Helikopter-Bergung wurde abgebrochen

Trotz mehrere Versuche des Rettungshubschrauber-Teams von Alpin Heli 6 gelang es nicht, mittels Hubschrauber zur Unfallstelle zu gelangen, da ein starker Föhnsturm mit fast 100 Stundenkilometern herrschte. Deshalb stiegen die Bergretter mit Skieren zur Unfallstelle auf. „Wir haben sicherheitshalber auch die Bergretter aus Bad Hofgastein alarmiert“, so Einsatzleiter Andreas Kandler.

Rettungskette bis ins Krankenhaus

Die Bergretter transportierten den Verletzten vom Berg in den Talschluss von Sportgastein, von wo er mittels Pistenraupe bis zum Parkplatz weitertransportiert und anschließend der Rettung übergeben und ins Krankenhaus Schwarzach gebracht wurde.
Der Einsatz, an dem insgesamt 25 Bergretter und zwei Alpinpolizisten beteiligt waren, konnte nach 15 Uhr beendet werden.
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