18.05.2016, 15:28 Uhr

Lederhosensymposium bringt knapp 900 Euro Spendengelder

Der Landesvorstand der Landjugend Salzburg mit dem Kurator des Skimuseums Werfenweng, Hans Müller (Foto: Michaela Gassner, Landjugend Salzburg)
WERFENWENG (aho). Zum ersten Lederhosensymposium Salzburgs lud die Landjugend Salzburg ins Landesskimuseum Werfenweng. Allerhand Wissenswertes über die Herstellung und Herkunft der Lederhose und die moderne Interpretation der Lederhandwerkskunst standen ebenso am Programm, wie die Auktion von Lederaccessoires, die knapp 900 Euro an Spenden für den Landjugend-Solidaritätsfonds brachte.

„Die Tracht in Salzburg ist moderner denn je. In der Landjugend versuchen wir Brauchtum modern zu definieren und aktiv zu leben. Es lohnt sich, sich mit unserer Tracht, ihrem Ursprung und ihrer Entwicklung auseinanderzusetzen“, eröffnete Landesleiterin Elisabeth Huber den Abend.

Auktion zu Gunsten des Landjugend-Solidaritätsfonds

Ein großer Dank gilt den Unterstützern des 1. Lederhosensymposiums, die tolle Lederaccessoires zur Versteigerung spendeten. Die Besucher boten eifrig mit und so wechselten elf Artikel den Besitzer. Stolze 891,70 Euro konnten damit für den Landjugend-Solidaritätsfonds gesammelt werden. Der Fonds unterstützt aktive Landjugendmitglieder und deren Familien bei Schicksalsschlägen.

Der Obmann des Salzburger Heimatwerkes, Hans Köhl, brachte den Erfolgsmarsch der Lederhose auf den Punkt: „Die Geschichte zeigt uns zwei Unterschiede bei der Lederverarbeitung. Während Adeligen das Recht vorbehalten war, Wildleder zu tragen, musste sich die ländliche Bevölkerung mit der sogenannten Teufelshaut (Kleidung aus Rind, Schwein oder Ziegenhaut) begnügen.“
In den 1960ern wurde die Lederhose fast zur Gänze von den Jeans verdrängt. „In den 1980ern folgte plötzlich ein extremer Boom, der bis heute anhält“, so Hans Köhl, der speziell auf die gravierenden Unterschiede der Qualität verwies. Industrieleder wird chrom-gegerbt. Dabei können im Material Rückstände auftreten, die oftmals zu Hautirritationen führen. Zudem wird das Leder beispielsweise von Deutschland in Billigländer wie Sri Lanka zum Gerben exportiert und unter Dumping-Löhnen verarbeitet. „Wir müssen uns für das heimische Qualitätshandwerk weiter sensibilisieren. Auch die Lebensdauer ist bei Handverarbeitung weitaus höher“, sagt Köhl.

Michaela Gassner, Landjugend Salzburg
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