29.06.2016, 11:10 Uhr

"Diesmal kam die Enns nicht in die Keller"

Besichtigung der Flussbaustelle kurz nach Projektstart: Robert Loizl (Schutzwasserwirtschaft Land Salzburg), Wasser-Landesrat Josef Schwaiger und Bürgermeister Rupert Winter (Altenmarkt). (Foto: Simon Wallner)

Altenmarkt's Bgm. Rupert Winter fühlt sich in seinem Kampf um den Hochwasserschutz bestätigt.

Herr Bürgermeister, nach dem verheerenden Hochwasserereignis im Juni 2013 wurde der Ruf nach Schutzmaßnahmen laut.
RUPERT WINTER:
Darauf haben wir natürlich reagiert und entlang der Enns zahlreiche Verbauungen durchgeführt. Bis auf einzelne Renaturierungsmaßnahmen und der Ergänzung vom Fuß- und Radweg sind wir hier weitestgehend fertig. An der Zauch werden die Arbeiten noch bis mindestens 2020 weitergeführt. Da gibt es noch einige Schwachstellen zum Nachjustieren.

Jetzt kam es vor einigen Tagen wieder zu schweren Regenfällen und einer Vermurung an der A10 bei der Abfahrt Altenmarkt.
RUPERT WINTER:
Ja, aber das auf der Autobahn ist eine andere Geschichte. Unsere Hochwasserschutzmaßnahmen im Ort haben diesmal perfekt gegriffen und bestätigt, wie wichtig deren Umsetzung war.

Der Widerstand zahlreicher Anrainer zur Beteiligung an der Genossenschaft für den Hochwasserschutz Enns und Zauch war ja bis vor einem Jahr groß.
RUPERT WINTER:
Das hat sich 'Gott sei Dank' weitestgehend gelegt. Die Bezirkshauptmannschaft als zuständige Behörde hat bei den Beitrittsgegnern Stellungnahmen eingeholt. Wenn die Begründung unzureichend war, wurden die Anrainer als Mitglieder der Genossenschaft beigezogen und mussten ihren Beitrag leisten. In etwa 25 bis 30 Fällen wird aktuell noch geprüft.

Wieviel Kritik ernteten Sie nach diesem "Zwangsbeitritt"?
RUPERT WINTER:
Viele haben mittlerweile eingesehen, wie wichtig die Maßnahmen sind. Das haben wir ja auch in den letzten Tagen wieder gesehen. Und der Naturraum Enns hat durch die Begleitmaßnahmen auch merklich gewonnen.
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