KOMMENTAR von Theresa Kaserer

Abtenaus Bgm. Johann Quehenberger bei der Annenquelle.

Wasser statt Joghurt

Die Chancen stehen gut, dass das von der Marktgemeinde Abtenau schon lange gewünschte Luxus-Gesundheits- und Therapiehotel in naher Zukunft tatsächlich realisiert wird. Das meint jedenfalls Bgm. Johann Quehenberger hoffnungsfroh.
Im Jahr 1863 entdeckte ein durstiger Jäger die zwei Abtenauer Heilquellen, die St. Rupertus- und die Annenquelle. Recht verwundert war der Jäger damals, weil das Wasser so komisch schmeckte. Als schmackhaft kann man es auch heute nicht bezeichnen, dafür ist das Wasser angeblich gesund. Das Heilwasser der Quellen, die sich rund fünf Kilometer östlich des Ortskerns befinden, ist - so heißt es - besonders für Inhalationen, Trinkkuren und Bäder geeignet, es beinhaltet Natrium, Calcium, Chlorid und Sulfat. Das Wasser soll v. a. Krankheiten des Verdauungstraktes (z. B. Gastritis) entgegenwirken. Wirklich bewiesen ist diese Tatsache zwar nicht, auch wie lange der durstige Jäger (ohne Blähbauch) noch gesund und munter lebte, ist nicht überliefert. Aber - wie heißt es so schön im Volksmund: „Nutzt‘s nix, so schadt‘s nix!“ Gratis ist das Wasser auch (noch), im Gegensatz zu diversen von der Werbung vielgepriesenen probiotischen Joghurts. Da heißt es: Abzapfen, so lange es noch geht. Gesundheit und Prost!
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