26.09.2016, 00:00 Uhr

Polyneuropathie – Schmerzen wie Ameisenbisse

Nach Infusionen mit Vitaminen und Ameisensäure folgt die vorsichtige Einstellung auf medikamentöse Therpaie. (Foto: privat)
Oft beginnen für Patienten mit Polyneuropathie die Symptome schleichend. Meist sind zunächst die Füße von leichtem Kribbeln betroffen, bis die Schmerzen schließlich immer schärfer werden. Bei der Polyneuropathie gehen langsam feinste Nervenendungen zugrunde. Mit fortschreitender Zerstörung der Nervenstrukturen steigt das Schmerzempfinden des Patienten. In der späten Form des voll ausgeprägten Krankheitsbildes brennen dem Patienten die Füße und oft auch die Hände, Schlaf ist immer schwerer zu finden, die Beine sind unruhig und der Schmerz wird oft als plötzlich einschießend oder springend beschrieben. Auch Blitzen oder elektrische Gefühle sind möglich.


Viele mögliche Ursachen

Die Ursachen der Polyneuropathie sind vielfältig. Sicher die häufigsten Gründe der Nervenzerstörung sind die Zuckerkrankheit, Spätfolgen von Chemotherapien, Spätfolgen von langen Antibiotikaeinahmen sowie Gifte am Arbeitsplatz oder in der Landwirtschaft. Die Diagnostik der Polyneuropathie besteht in der genauen klinischen Patientenuntersuchung, der Erfassung der Vorgeschichte und besonders der Belastungen in der Vergangenheit im ausführlichen Arztgespräch. Nervenleitgeschwindigkeitsmessung, Nervenultraschall, Labor und oft auch MRT runden die Diagnostik ab.


Schwierige Behandlung

Die Behandlung der Polyneuropathie ist leider schwierig. Der Patient benötigt zunächst Infusionen mit Vitaminen und Ameisensäure. Danach erfolgt die vorsichtige Einstellung auf eine medikamentöse Therapie. Akupunktur, Stromtherapie und therapeutischer Ultraschall runden die Behandlung ab. Besonders wichtig ist es für Betroffene zu verstehen, dass klassische Schmerzmedikamente leider kaum eine Wirkung bei der Polyneuropathie haben. Damit ersuchen Fachleute die Patienten dringend keine Versuche von Selbstmedikation zu unternehmen. Die schwere Schmerzerkrankungen Polyneuropathie muss im Interesse des Patienten immer von Schmerzexperten behandelt werden.
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