20.09.2016, 09:45 Uhr

Die Wünsche der Senioren an unsere Gemeinden

Pensionistenverbands-Vorsitzende der Region: Gerda Schmutterer, Aloisia Zwettler, Traude Eripek und Susanne Passet.

Barrierefreiheit, Mobilität & Co.: Das wünschen sich die Senioren des Teilbezirks Purkersdorf von ihren Gemeinden.

REGION. Vor wenigen Wochen fragten wir die Jugend unserer Region nach ihren Wünschen an die Gemeindepolitik (Ausgabe 32). Nun wandten wir uns an die Senioren-Vertreter der Region um zu erfahren: Wo sieht die ältere Bevölkerung Verbesserungsbedarf in den Gemeinden der Region?

Betreutes Wohnen

"Mir ist es ein Anliegen, dass das betreute Wohnen in unserem Bezirk weiter ausgebaut wird", erklärt Traude Eripek, Bezirksvorsitzende des hiesigen Pensionistenverbands. "Auch Wohnmöglichkeiten mit mehreren Generationen darin wären toll", fügt Gerda Schmutterer, Verbandsvorsitzende für Pressbaum-Tullnerbach, hinzu. Mit Freude blickt man daher Projekten wie jenem auf den Hansenvilla-Gründen in Pressbaum entgegen, wo sowohl betreutes als auch junges Wohnen Platz finden sollen. In Purkersdorf soll ab nächstem Jahr am Standort des ehemaligen AHS-Provisoriums ein Seniorentageszentrum entstehen, informiert Bürgermeister Karl Schlögl.

Barrierefreiheit

Auch wenn Barrierefreiheit seit Jahresbeginn gesetzlich verpflichtend ist, hätten viele Geschäfte oder auch Apotheken Stufen: „Die Angestellten kommen dann zwar oft heraus und helfen, aber dennoch…", so Eripek und erklärt:
 Für viele Betroffene sei dies eine unangenehme "Bittsteller"-Situation. Auch der Bahnhof Purkersdorf-Zentrum sei, aufgrund der äußerst steilen Rampe, alles andere als barrierefrei, regt ÖVP-Seniorenbund-Teilbezirksobfrau Silvia Urban an. "Barrierefreiheit betrifft ja außerdem nicht nur Gehbehinderung – das betrifft ja auch das Hören und Sehen", wirft Gerda Schmutterer ein.
Zumindest beim Bahnhof Purkersdorf-Zentrum wird Abhilfe geschaffen, erklärt Stadtchef Schlögl: „Der Bahnhof Purkersdorf Zentrum soll neu gestaltet werden, wenn alles gut geht wird das in den Jahren 2018/2019 der Fall sein – dann wäre dort auch ein Aufzug geplant."

Mobilität

"Pressbaum kriegt jetzt das ElektroMobil, Purkersdorf hat das Stadttaxi, Gablitz ebenso – Tullnerbach ist erstmal ohne Angebot", halten Gerda Schmutterer und Edith Tischer fest. Bürgermeister Johann Novomestsky gibt Grund zur Hoffnung: "Wir sind gerade im Verhandeln, es gibt Gespräche bezüglich einem Ortstaxi. Das Ganze wird im Ausschuss behandelt – eine Lösung ist für das kommende Jahr angedacht."

Parkplatznot

"In Purkersdorf herrscht tageweise Parkplatznot – jetzt überhaupt wo Schule ist", weiß Alfred Barak. Vor allem beim Gesundheitszentrum sei nur selten ein Parkplatz frei, so dass ältere Menschen oft weit gehen müssten. Die Pensionstenverbands-Vertreter aus Purkersdorf kennen das Problem: "Einige kommen gar nicht erst zum Clubnachmittag weil sie in der näheren Umgebung keinen Parkplatz finden." Den Parkplatz beim Gesundheitszentrum zu erweitern sei baulich leider nicht möglich, erklärt Bgm. Schlögl. Er ist jedoch zuversichtlich dass sich die Situation entspannt, wenn die Spar-Filliale in eineinhalb Monaten wieder eröffnet. "Und in schwierigen Fällen, z.B. bei Gehbehinderung, kann man in den Innenhof hinein fahren."


Verbesserungen am Hauptplatz

Am Purkersdorfer Hauptplatz wären außerdem ein öffentliches WC und ein gutbürgerliches Gasthaus wünschenswert, meint Seniorenbund-Obfrau Silvia Urban. "Das öffentliche WC am Hauptplatz wird noch bis Weihnachten errichtet", erklärt Bgm. Schlögl. In Sachen Gasthaus kann Schlögl nur hoffen, denn in absehbarer Zeit wird ein Geschäftslokal am Hauptplatz pensionsbedingt frei, wie er erklärt: "Ich persönlich hoffe dass dort ein Gasthaus reinkommt."
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.