26.07.2016, 00:00 Uhr

Ein Tag als Samariter: Redakteurin als Lieferantin beim "Essen auf Rädern"

Christian Hiel (ASB Purkersdorf), SeneCura-Küchenchef Christian Zwarnig, SeneCura-Direktorin Martina Schmit, Essen auf Rädern-Fahrer Karl Comai

Redakteurin Tanja Waculik half einen Tag lang als Lieferantin beim "Essen auf Rädern" aus.

PURKERSDORF. Mittendrin statt nur dabei: Bezirksblätter-Redakteure legen Laptop, Block und Schreibstift künftig kurzzeitig nieder und schnuppern für einen Tag in unterschätzte, außergewöhnliche oder besondere Tätigkeiten in der Region. In diesem ersten Teil der neuen Serie "Ein Tag als..." begleitete Redakteurin Tanja Waculik Samariterbund-Obfrau-Stellvertreter Christian Hiel beim Ausliefern des "Essen auf Rädern".

Den Freiwilligen sei Dank

"Wir haben Gottseidank viele Freiwillige die das machen", betont Christian Hiel zu Beginn des Gesprächs dankbar. Rund 50 Essensportionen werden vom Samariterbund Purkersdorf täglich in den Gemeinden Purkersdorf und Mauerbach ausgeliefert. Dazu sind jeden Tag je zwei Fahrer in insgesamt drei verschiedenen Touren unterwegs. Von zehn Leuten, die sich regelmäßig für Essen auf Rädern engagieren, sind neun Ehrenamtliche. "Verstärkung können wir aber immer gebrauchen!", betont Christian Hiel.

"Daheim sitzen war nix"

Schon seit acht Jahren fährt Karl Comai nahezu täglich und beliefert die zumeist älteren Herrschaften der Region. "Das Daheim-Sitzen in der Pension war nix für mich, ich wollt' was sinnvolles machen", erklärt Karl Comai und verabschiedet sich – das Essen muss ja jetzt ausgeliefert werden.

Drei Menüs – täglich frisch

Natürlich wird täglich frisch gekocht – der erste Weg führt Christian Hiel und Redakteurin Tanja Waculik daher um 8:30 Uhr in die Küche des SeneCura Purkersdorf. Hier werden die täglich je drei verschiedenen Menüs frisch zubereitet und in speziellen Thermo-Boxen für den Transport vorbereitet. "Zwei Mal im Jahr halten wir Zufriedenheitsumfragen ab – das Feedback ist immer sehr positiv", freut sich Christian Hiel.

Essen auf Rädern Lieferung
Zuallererst wurde das Essen für die PUKI-Kindergruppen ausgeliefert.

Individuelle Lieferung

Auch der "PUKI", die Kleinkindergruppen, werden vom Samariterbund beliefert. Nachdem Suppe, Hauptspeise und Kuchen abgeliefert wurden, geht's an die eigentliche Tour. Nun wird von Haus zu Haus gefahren und das bestellte Menü abgeliefert. Manchmal nur bis zur Haustüre, manchmal aber auch bis an den Esstisch – je nachdem wie es gewünscht wird und wie es der gesundheitliche Zustand zulässt.

Sozialer Aspekt ist wichtig

Stopp Nummer Eins erreicht: Eine ältere, allein lebende Dame im Gemeindegebiet Purkersdorf. "Sie ist vor Kurzem gestürzt", erzählt Christian Hiel während er an der Tür klopft und eintritt: "Hallo, Essen ist da! Na, wie geht's ihnen – was macht das Bein?" Nach einem kurzen Plausch samt einer Empfehlung für Physiotherapie geht's zurück zum Wagen und weiter mit der Fahrt. "Es bilden sich im Laufe der Zeit auch soziale Kontakte. Man ist zum Teil Informations- und Hilfsperson und Gesprächspartner. Man muss auch oft aufpassen dass man die Zeit nicht übersieht", lächelt Christian Hiel.

Essen auf Rädern Schneeweis
Auch Stephanie Schneeweis lässt sich mit Essen auf Rädern vom Samariterbund bzw. in diesem Fall von "Aushilfe" Tanja Waculik beliefern.

Nach zweieinhalb Stunden ist die Tour beendet und rund 20 Essensportionen verteilt. Redakteurin Tanja Waculik steigt an dieser Stelle aus und bedankt sich für eine äußerst lehrreiche, spannende Fahrt. Für Christian Hiel geht's unmittelbar weiter – denn auch in Mauerbach müssen rund zehn Essensportionen verteilt werden.


ZUR SACHE:

Sie haben Fragen zum Essen auf Rädern oder wollen selbst als Fahrer mithelfen? Kontaktieren Sie den Samariterbund Purkersdorf: 02231/606.
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