26.09.2016, 11:19 Uhr

Eine kulturgeschichtliche Reise - Kartause ist "Altbau-Hotspot"

Erich Wieger bewachte den Kalkofen und erklärte den Interessierten, dass Industriekalk zum Restaurieren ungeeignet ist.

Am Tag des Denkmals wurde dem kulturellen Erbe in der Kartause Mauerbach neues Leben eingehaucht.

MAUERBACH. Ende September findet in ganz Österreich als Beitrag zur europäischen Initiative der European Heritage Days, der Tag des Denkmals statt. Bei diesem jährlichen Denkmal-Event, unter dem Slogan "Dem kulturellen Erbe neues Leben einhauchen", ist die Kartause Mauerbach bei freiem Eintritt zugänglich.

Restaurier-Kunst
Gezeigt wurden wieder die Sonderschauen "Brüder Schwadron und die Wiener Baukeramik", im Lapidarium die "Steinsichten" oder im Kreuzgang die "Zeitfenster" über historische Fenster und deren Restaurierung. Das Archäologiezentrum Mauerbach präsentierte Römersteine aus Hernals und Grabungen in der Unterkirche.
"Hier wird an der Erforschung historischer Baumaterialien und Techniken gearbeitet, werden moderne Konservierungs- und Restauriermethoden entwickelt", berichtet Lorenz Tributsch und Astrid Hubervon der Kartausenleitung ergänzt: "Darüber hinaus ist Mauerbach ein wichtiges Zentrum für die Weiterbildung aller am Altbau tätigen Berufsgruppen."

Spuren der Vergangenheit
Bei einer Besichtigung wird der Besucher auf den Spuren des Mittelalters durch die Kartause Mauerbach geführt, entdeckt Steinmetzzeichen und Bauteile der gotischen Vorgängerkirche und taucht schließlich im Kaisertrakt der Kartause in die Welt des mittelalterlichen Bauhüttenwesens ein.
Im Kreuzgarten des Klosters gaben Fachleute beim Kalkbrennen, Drechseln, Ziselieren, Steinmetzarbeiten und Schaurestaurierungen ihr Wissen weiter.
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