11.07.2016, 13:51 Uhr

Gemeinden des Teilbezirks Purkersdorf wollen sich als "Kleinregion" vernetzen

Kleinregion Auftaktbesprechung: v.l.n.r. Bgm Peter Buchner (Mauerbach), Bgm Karl Schlögl (Purkersdorf), Bgm Johann Novomestsky (Tullnerbach), Bgm Michael Cech (Gablitz), Bgm Claudia Bock (Wolfsgraben), Bgm Josef Schmidl-Haberleitner (Pressbaum), Regionalberater Daniel Brüll (NÖ.Regional.GmbH) (Foto: NÖ.Regional.GmbH)

Purkersdorf, Gablitz, Mauerbach, Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben wollen sich künftig noch stärker vernetzen – die Gründung einer neuen "Kleinregion" soll's ermöglichen.

REGION PURKERSDORF. Auch wenn viele Bewohner der Region sich dessen wohl gar nicht bewusst sind, so bildeten die Wienerwaldgemeinden Gablitz, Purkersdorf, Tullnerbach und Pressbaum bisher gemeinsam die Kleinregion „Troppberg“. Nun soll eine neue, um die Gemeinden Mauerbach und Wolfsgraben erweiterte Kleinregion entstehen. Diese soll künftig als Plattform für Information, Austausch und strategische Abstimmung dienen und die Region weiter nachhaltig entwickeln.

Nächster Schritt: Politisches Fundament

Anfang Juli trafen sich nun die sechs Bürgermeister der Gemeinden im Gemeindesitzungssaal Wolfsgraben, um über erste Schritte für eine Neugründung einer Kleinregion zu beraten und einen Fahrplan für den kleinregionalen Strategieplan auszuarbeiten. Gemeinsam wollen die sechs Gemeinden am 1. September eine Informationsveranstaltung mit anschließendem Workshop für alle ihre Gemeinderatsmitglieder durchführen, um ein breites politisches Fundament für die vertiefte Zusammenarbeit zu erhalten.

Themen, Ziele, Maßnahmen setzen

In mehreren Veranstaltungen sollen dann die Themenschwerpunkte, sowie Ziele und Maßnahmen festgelegt werden und eine funktionierende Organisationsstruktur aufgebaut werden. Über die Kleinregion sollen alle derzeit laufenden Initiativen und Aktionen gebündelt und gemeinsame Synergien gefunden werden: Ob Kooperationen im Bereich Kultur, Synergien bei den Gemeinde-Wirtschaftshöfen oder gemeinsame Fremdenverkehrs-Maßnahmen – denkbar ist vieles. Extern begleitet wird die Kleinregion im Auftrag des Landes NÖ durch einen Regionalberater der NÖ.Regional.GmbH.

Schwerpunkt: Lebensraum Wienerwald

Diese zukünftig sechs Gemeinden umfassende Kleinregion soll unter einem neuen Namen zu einer vertieften Kooperation der benachbarten Gemeinden führen und sich dem thematischen Schwerpunkt Lebensraum Wienerwald widmen. Alle Gemeinden haben mit den vielfältigen Wechselwirkungen mit der Bundeshauptstadt ähnliche Herausforderungen.

Kleinregion als Lebensmittelpunkt

Auf die Themen Identität und Marketing soll ein besonderer Fokus gerichtet werden. Da in den Wienerwaldgemeinden viele Zugezogene aus dem städtischen Raum sowie viele Tagespendler nach Wien leben, will man die Gemeinde-BewohnerInnen der Kleinregion künftig verstärkt in das Gemeindeleben involvieren und den Wohnort mehr zum Lebensmittelpunkt machen. Auch in den Bereichen Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Mobilität, Freizeit und Erholung sowie Natur und Umwelt oder auch in der Verwaltung könne gemeinsam viel erreicht werden, sind sich die Bürgermeister einig.
Geplant ist, die neue Kleinregion mit Anfang 2017 aus der Taufe zu heben.

ZUR SACHE:

Eine Kleinregion dient als Plattform zur gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit in den Themenfeldern Identität/Marketing, Verwaltung/Bürgerservice, Infrastruktur/Mobilität, Gesundheit/Soziales, Freizeit/Naherholung, Natur/Umwelt, Wirtschaft/Arbeitsmarkt und Raumentwicklung. Niederösterreich zählt aktuell 58 Kleinregionen, die insgesamt 85 Prozent der niederösterreichischen Gemeinden umfassen.
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