24.04.2016, 21:22 Uhr

Kultur und Pferd im westlichen Wienerwald

Vizebürgermeister Christian Matzka (Purkersdorf), Bgm Karl Schlögl (Purkersdorf), RA Nina Ollinger, Bgm Johann Novomestsky (Tullnerbach) und Organisator Otto Kurt Knoll vor der alten Poststation in Purkersdorf (Foto: Kanzlei Dr. Ollinger)

Unter dem Motto „Kultur und Pferd im westlichen Wienerwald“ führte die traditionelle Tagesfahrt von Tullnerbach bis Purkersdorf. Im Mittelpunkt stand ganz das Thema Pferd – mit all seinen Facetten.

REGION (red). Am 23. April führte die Tagesfahrt wiederum zahlreiche Pferdeinteressierte an besondere Orte im westlichen Wienerwald. Historische und kulturelle Facetten rund ums Thema Pferd standen in der traditionell von Otto Kurt Knoll, dem Kultur- Referenten des Niederösterreichischen Pferdesportverbandes (NOEPS), organisierten Veranstaltung auch in diesem Jahr im Vordergrund. Das Programm erstreckte sich thematisch von der schulischen Ausbildung über Ochs und Pferd bis hin zu Fragen des Pferderechts. Geografisch führte die Fahrt von Tullnerbach über Breitenfurt bis nach Purkersdorf.

Die Tagesfahrt begann stilvoll in der Landwirtschaftlichen Fachschule-Tullnerbach Norbertinum mit einem musikalischen Gruß des Blasorchesters Tullnerbach.
Bgm. Johann Novomestsky begrüßte die Teilnehmer und skizzierte die Situation des Reitens und Fahrens in seiner Gemeinde. Organisator Knoll stellte in seiner Eröffnungsansprache die Bedeutung des Kulturfaktors Pferd für die Bereiche des Pferdes in Sport, Gesundheit, Gesellschaft, Wirtschaft und Medien in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Landtagsabgeordneter Willibald Eigner überbrachte die Grüße des Niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll und hob die Bedeutung der Landwirtschaftlichen Fachschule Tullnerbach hervor. Er betonte zudem, dass Knoll durch seine kulturellen Aktivitäten wesentlich den Stellenwert des Pferdes im Bundesland hebe.

Als Einstieg in den ersten Themenblock „Pferd und schulische Ausbildung“ gab Daniela Marton, Direktorin der LFS Tullnerbach, einen Einblick in die schulischen Aktivitäten und führte durch die Einrichtungen, den Pferdestall und die Reithalle.
Die zweite Etappe führte die Teilnehmer zum Landwirtschaftsbetrieb der Familie Schöny in Breitenfurt. Hausherr Hubert Schöny eröffnete den zweiten Themenblock „Ochs und Pferd“ mit einer fundierten Beleuchtung des Pferdes in der Landwirtschaft. Als echtes Highlight führte Schöny einen Stier und ein Norikerpferd in traditioneller bäuerlicher Anspannung vor und präsentierte zudem seine umfangreiche Anspannungs-Sammlung.

Ernst Morgenbesser, Bürgermeister der Marktgemeinde Breitenfurt, freute sich, dass mit dieser Veranstaltung, neben der sportlichen auch die kulturelle Komponente des Pferdes in seiner Gemeinde erstmals beleuchtet wird. Landtagsabgeordneter Josef Balber betonte, dass durch Veranstaltungen wie diese sowie durch die NÖ- Rosswallfahrt und die Reit- und Fahrtracht Knoll–Tostmann das Verständnis fürs Pferd einer breiten Öffentlichkeit bestens vermittelt werde.

Einem gepflegten Mittagessen im Gasthaus Schöny folgte die Fahrt nach Purkersdorf, wo Bürgermeister und Bundesminister a.D., Karl Schlögl, die Teilnehmerschar herzlich willkommen hieß. Christian Matzka, Vizebürgermeister und „wandelndes Geschichtslexikon“ von Purkersdorf vermittelte die besondere historische Bedeutung der Stadtgemeinde im Hinblick auf die Postgeschichte. In der ehemaligen Poststation am Purkersdorfer Hauptplatz ist der Mythos Pferd auch heute noch spürbar – die auf Pferderecht spezialisierte Rechtsanwältin Nina Ollinger hat hier ihre Kanzlei eröffnet. Den Teilnehmern der Tagesfahrt ermöglichte Ollinger einen fundierten Einblick in die Rechtsbereiche zum Pferd.
Ihren Ausklang fand die Tagesfahrt mit einem weiteren Highlight: Eine aus dem Jahr 1848 stammende Postkutsche wurde eindrucksvoll präsentiert – eine wahre österreichweite Rarität.
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