12.07.2016, 00:00 Uhr

Neu: Nachttaxi statt Nachtbus für Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben

Magdalena Bauer, Conny Scheuhammer, Thomas Tweraser und Katharina Essmann freuen sich über das neue Nachttaxi-System.

Jugendliche kommen künftig flexibler und schneller vom Fortgehen nach Hause.

PURKERSDORF. Mit den ersten Grundsatzbeschlüssen wurde es bereits besiegelt: Die "N8buzz"-Verträge für die Gemeinden Pressbaum, Tullnerbach, Wolfsgraben und Eichgraben sollen nicht verlängert, sondern durch ein neues "Nachttaxi"-System ersetzt werden.

Zu lange Fahrt, zu unflexibel

Bisher führten in Nächten von Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen zwei Nachtbus-Linien viele junge Erwachsene und andere Bewohner der Region von Wien Hütteldorf nach Hause. Eine gute Initiative, jedoch mit Nachteilen, wie Katharina Essmann aus Erfahrung weiß: "Es dauert halt wirklich sehr lange. Oft hat man sich dann doch lieber abholen lassen, wenn's möglich war, oder hat in Wien geschlafen." Denn eine Heimfahrt konnte, je nach Fahrgästen, leicht eine Stunde dauern. "Wenn's zum Beispiel heißt 'sei um halb vier zuhause' wäre das mit dem Bus nie möglich", bemerkt auch Magdalena Bauer. Und wer die Abfahrt um 3:15 Uhr verpasste, musste oftmals lange in Hütteldorf auf den ersten Zug warten, wenn man sich die rund 50 Euro-teure nächtliche Taxifahrt heimwärts nicht leisten wollte.

Nachttaxis statt Nachtbus

Künftig verkehren nun Taxis der Firma 31300 auf Abruf zwei Linien entlang: Von Wien Hütteldorf über die Autobahn nach Pressbaum und weiter nach Rekawinkel und Eichgraben, oder aber weiter in Richtung Pressbaum, Tullnerbach und ins Irenental. Gehalten wird an denselben Bushaltestellen wie bisher, die Taxis können nun jedoch innerhalb eines breiteren, definierten Zeitraums in Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und in Nächten vor Feiertagen abgerufen werden. Mittels Scheckkarten, die man sich als Hauptwohnsitzer in den je teilnehmenden Gemeinden abholen kann, wird die Fahrt registriert. Ab dann ist nur noch ein geringer Selbstbehalt pro Fahrt zu bezahlen.

Effizienter, auch für Gemeinden

So wird das System nicht nur für die Fahrgäste, sondern auch für die Gemeinden effizienter, erklärt Jugend-Gemeinderat Thomas Tweraser, der das Projekt gemeinsam mit Umweltgemeinderat Michael Sigmund initiierte. Die bisherigen zwei Linien haben alleine die Stadt Pressbaum pro Jahr knapp 6.800 Euro gekostet. "Geht man pro Nacht pro Linie von vier Fahrten mit je vier Leuten aus, würde das – für alle teilnehmenden Gemeinden – nur 7.800 Euro kosten", so Tweraser. Der Testbetrieb soll ab 2. Jänner 2017 starten.

LINK:

Den aktuellen Fahrplan des "N8buzz" finden Sie HIER.
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