15.03.2016, 00:00 Uhr

Niki Kropp: Die Kunst des Holzes

Für Niki Kropp dreht sich beruflich und privat alles um's Holz: Denn der Hobby-Holz-Künstler ist Forstfacharbeiter von Beruf.

Der Irenentaler Hobby-Künstler Nikolaus Kropp tobt sich mit Holz so richtig kreativ aus.

TULLNERBACH. Die einen malen gerne, andere fertigen Ton- oder Keramik-Werke oder nutzen ein Musik-Instrument zum kreativen Ausgleich – und Niki Kropp schwingt am liebsten die Motorsäge, denn er lässt seiner Kreativität am liebsten am Holz freien Lauf.

Kein Halt vor Holz

"Ich mache alles, was ich nur irgendwie machen kann mit Holz", erklärt der 47-jährige Irenentaler. Und dies tut er nicht nur als Hobby-Künstler: Auch im Beruf hat er als Forstfacharbeiter tagtäglich mit Holz zu tun. Für sein Hobby ist dies ein Vorteil, erklärt er: "Jederzeit wenn ich irgendein speziell oder seltsam gewachsenes Holz sehe, nehme ich es mit und verarbeite es." So kreiert er nicht nur hölzerne Skulpturen in allen Größen und Variationen, sondern drechselt auch hölzerne Schüsseln.

Kunst zum Angreifen

Seine Liebe zum Holz wurde Niki Kropp wahrlich in die Wiege gelegt, denn auch sein Vater arbeitete bereits als Tischlermeister. Er selbst begann in seiner Jugend mit Holz zu arbeiten und erlernte von seinem Vater diverse Grundlagen im Umgang mit Holz. "Mit der Zeit hab ich immer mehr ausprobiert, eine Zeit lang habe ich zum Beispiel Masken oder Fratzen geschnitzt." Wichtig ist ihm dabei stets, dass er Kunst zum Angreifen kreiert: "Man soll das Holz spüren können."

Niki Kropp
Bei der Veranstaltung "Kreatives Tullnerbach" arbeitete Niki Kropp live an der Skulptur "Umarmung". (Archivfoto: Weigl)

Meditation mit der Säge

An einem seiner Werke kommen viele tagtäglich vorbei, denn die Zirbenholzfigur, die den Tullnerbacher Kreisverkehr ziert, hat Niki Kropp kreiert. Er selbst schätzt die investierte Arbeitszeit auf rund 200 Stunden. "Das Schleifen ist immer die größere Arbeit als das Raushacken", erklärt er. Und woher nimmt er seine Inspiration? "Vieles trägt die Natur bei", meint er. Vermeintliche Fehler und spezielle Wüchse von Ästen oder Stämmen lässt er immer wieder gerne in seine Kunst einfließen. "Ich kann’s nie ganz genau planen wie es wird, aber das will ich auch nicht, denn die Idee entwickelt sich oft während der Arbeit", erklärt Niki Kropp und fügt hinzu: "Man muss immer auch ein bisschen aufs Holz hören – das ist fast wie eine Meditation."


Im Zweifelsfall: Verheizen

Sein Hobby soll jedoch Hobby bleiben: "Man soll ja dann kreativ sein, wenn man bereit ist und das Verlangen hat etwas zu tun, sonst macht’s keine Freude mehr." Und warum gerade Holz? "Es ist einfach eines der genialsten Materialien. Man kann sehr viel damit machen und es ist warm, es bringt Atmosphäre", schwärmt Niki Kropp. Lachend fügt er hinzu: "Und den Leuten sage ich immer 'und wenn’s euch nicht gefällt, könnt ihr’s auch noch einheizen'."

LINK:
Niki Kropps Website
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