06.06.2016, 15:22 Uhr

Pressbaumer Grenzumwanderung: Eine Stadt suchte ihre Grenzen

Grenzstein entdeckt: Lisi Szerencsics, Irene Wallner-Hofhansl, Josef Schmidl-Haberleitner. (Foto: privat)

Bei der Pressbaumer Grenzumwanderung suchten viele abenteuerlustige Wanderer die Grenzen der Stadt.

PRESSBAUM. Kürzlich wurde vollendet, was im Mai 2015 begonnen wurde: die Grenzumwanderung. Die Idee hatte Gemeinderätin Elisabeth Szerencsics in Oberösterreich aufgeschnappt. Mithilfe von Lotte Wolf und einer Gruppe an kundigen Pressbaumer Wander-Profis wurde die Idee adaptiert. "Die Leute sind im dichten Tann die Grenzsteine suchen gegangen", lobt Lisi Szerencsics.

60 Kilometer bezwungen

In vier Teilen wurden rund 60 Kilometer und ca. 1.800 Höhenmeter bezwungen. Die Strecke führte von Rekawinkel zum Kaiserspitz und über die nordwestliche Gemeinde-Grenze bis zum Gasthaus Fink in der Au. Von dort ging’s im zweiten Teilstück über den Frauenberg und den Kracking den Anningerbach entlang bis zum Heinratsberg. Im dritten Teilstück wurde der Weg in Richtung Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum über den Wienerwaldsee fortgesetzt. von wo aus es über den Fellinggraben bis zur Pfalzaustraße ging. Im letzten Stück ging’s über die Hengstlhöhe in Richtung Agsbachtal und nach Schwabendörfl, von wo aus zum Abschluss nach Rekawinkel marschiert wurde.

Zweite Runde im Herbst

Eine besondere Herausforderung war die Veränderung des Waldes durch die Jahreszeiten: "Im Februar, als wir den Weg probeweise gegangen sind, hast du einen Wald ohne Blätter und findest dich gut zurecht. Aber Ende April hast du einen grün werdenden Wald vor dir – da ist alles anders." Daher musste ein Teilstück zur Vorbereitung sogar mit Stoffteilen markiert werden.

Grenzstein Pressbaum
Die Suche nach den Grenzsteinen der Stadtgemeinde Pressbaum gestaltete sich teilweise durchaus schwierig.

Die Strecke im Detail:

Gestartet wurde beim ersten Teilstück am Bahnhof Rekawinkel. Von dort aus ging's zum Kaiserspitz, von wo aus sich die Truppe entlang der Grenzsteine auf Waldwegen und auf teils unwegsamen und steilen Gelände die nordwestliche Gemeindegrenze entlang hantelten. Nach einer Pause ging's die Forststraße entlang weiter bis zur 1000-jährigen Eiche. Nach einem Besuch beim Römergrab ging's schließlich zur Endstation des ersten Teilstücks – das Gasthaus Fink in der Au.

Im Herbst folgte das zweite Teilstück. Ausgangspunkt war erneut das Gasthaus Fink in der Au, von wo aus über den Frauenberg und die nördliche Grenze der Gemeinde über den Kracking bis zur Tirolersiedlung gewandert wurde. Den Anningerbach entlang ging es etwas später steil bergauf durch das Biosphärenpark-Kerngebiet bis zum Heinratsberg/Hirschengstemm.

Beim dritten Teilstück im April diesen Jahres ging's vom Heinratsberg in Richtung Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum und den Wienerwaldsee entlang bis nach Wolfsgraben. Über den Fellinggraben führte der Weg die Wanderer weiter bis hin zur Pfalzauerstraße bei Klaushäuseln.

Beim letzten Teilstück Mitte Mai 2016 wurde von der Pfalzauerstraße gestartet. Nach der Hengstlgrabenstraße wurde die Hengstlhöhe erreicht. In Richtung Agsbachtal führte der Weg nach Unterkniewald, von wo aus es über Oberkniewald in Richtung Schwabendörfl weiterging. Über Sonnleiten und Potzenstein wurde die Gemeindegrenze bei Eichgraben erkundet, bis am Fuße des Rekawinklerbergs die Hauptstraße erreicht wurde und danach schon bald das Ziel: Rekawinkel.

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