20.09.2016, 00:00 Uhr

"Weg ins Nichts": Grüne wittern Schildbürgerstreich

"Der Weg ins Nichts" – titelt die Grüne Liste Gablitz in ihrer Parteizeitung. (Foto: Grüne Liste Gablitz)
GABLITZ. Ein ungewöhnlicher Anblick, den die Grüne Liste Gabiltz in der aktuellen Ausgabe ihrer Parteizeitung fotografisch festhielt (siehe Foto). Der Weg führe ins NIchts, erklärt Gemeinderätin Fritzi Weiss dazu und begründet dies mit "unkorrekter Abwicklung von Bauvorhaben" im Infrastruktur-Ausschuss. Dies sei bei der Verlegung des Weges von der Mozart- in die Anton-Hagl-Gasse entstanden. Ihr Vorwurf: Vizebgm. Franz Gruber (ÖVP) habe die Sitzung des zuständigen Infrastruktur-Ausschusses als Vorsitzender "abgebrochen und erklärt die weiteren Punkte ohne Diskussion im zuständigen Gremium, dem Ausschuss, gleich im Gemeindevorstand, wo ihm eine ÖVP-Mehrheit sicher ist und keine Rechtfertigungen für seine mangelhafte Bearbeitung notwendig ist, abstimmen zu lassen", schreibt Weiss.

"Weg ist noch nicht fertig"

"Der Weg ist, so wie er am Foto zu sehen ist, einfach noch nicht fertig", erklärt Vizebgm. Franz Gruber. Der Weg sei so weit wie möglich gemacht worden, wegen der detaillierten weiteren Wegführung wollte man jedoch Rücksprache mit dem hiesigen Siedlerverein halten und das habe ein bisschen gedauert. Der Weg soll voraussichtlich schon Ende dieser Woche fertig gestellt werden.


Eskalation im Ausschuss

Die angesprochene Sitzung sei jedoch nicht grundlos abgebrochen worden: Denn durch Fritzi Weiss sei die Diskussion bei besagter Weg-Verlegung eskaliert: "Die Diskussion ist so stark eskaliert, dass sie alle Mitglieder, den Amtsleiter und den Bauamtsleiter beschimpft hat und keinen anderen mehr zu Wort kommen ließ. Daraufhin schloss ich die Sitzung, denn so kann man nicht arbeiten." Ausschuss-Mitglied Vizebgm. Peter Almesberger (SPÖ) bestätigt: "Wenn das bei mir in meinem Sozialausschuss so passiert, brech ich ihn auch ab, ich lasse mir von einem Mandatar die Verwaltung nicht beleidigen und ihnen Unfähigkeit unterstellen."

"Keine ordentlichen Unterlagen!"

Die Diskussion sei nur eskaliert "weil ich ordentliche Unterlagen eingefordert habe, und die hat's halt nicht gegeben. Es ist nach wie vor so, dass viele Projekte unzureichend vorbereitet sind", meint Fritzi Weiss. Die Weg-Verlegung kommentiert sie mit: "Wenn ich etwas mache mache ich es gleich ordnetlich. Das ist für mich die Fortsetzung von diesem nicht korrekt vorbereiteten Bauakt. Es dürfte nie so ausschauen, und man hätte zumindest an der Böschung eine Absicherung oder einen Hinweis gebraucht."

Eigeninitiatve gefordert

Gruber verweist auf Eigeninitiative, die auch alle anderen im Ausschuss vertretenen Mitglieder bzw. Fraktionen aufbringen würden: "Wenn man Ausschussmitglied ist muss man mehr tun als zu einem Ausschuss gehen, sich hinsetzen, warten und bekriteln. Sie bekommt eine Woche vorher die Tagesordnung zugeschickt, kann auf die Gemeinde gehen und die Akten einsehen." Mit den Kollegen der SPÖ herrsche beispielsweise eine gute Gesprächsbasis, nach einer Einladung werde zumeist kurz telefonisch über Details besprochen.
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