24.03.2016, 11:32 Uhr

Asylwerber lernten, wie man Müll richtig trennt

Die Asylwerber schauten nicht nur genau hin, wie das mit der Mülltrennung funktioniert, sie halfen auch mit, sie richtig anzuwenden. (Foto: Schwarz)
LERMOOS (rei). Ein neues Leben aufbauen und damit verbunden heimische Sitten, Gebräuche aber auch gesellschaftliche Vorgaben kennenlernen - Asylwerber haben einiges zu bewältigen, damit die Integration klappt.
Eine Gruppe interessierter AsylwerberInnen aus Lermoos besuchte den Wertstoffhof der Gemeinde Lermoos und die Abwasserreinigungsanlage von Ehrwald und Lermoos. Ziel dieses Ausfluges war es, den Menschen die „Mülltrennkultur“ in Tirol näher zu bringen und damit die Motivation, das Mülltrennen zu erlernen, zu steigern sowie die Logik hinter unserem Mülltrennsystem zu veranschaulichen.
Das Interesse war groß. Das Thema wurde schon vor dem Lokalaugenschein im Deutschunterricht eingehend behandelt.
Mit nur „hinschauen“ war es für die interessierten Besucher aber nicht getan. Learning by Doing war die Devise.
Friedrich Mitterbauer, Lehrer und Gemeinderat, hatte sich bereit erklärt, den AsylwerberInnen alles rund um die Mülltrennung und Müllaufarbeitung zu erklären. Schnell wurde manchem Asylwerber klar, dass die eine oder andere Glasflasche nicht im richtigen Container liegt – es wurde Hand angelegt und richtig einsortiert.

Dank der Betreuerin
Ines Schwarz, Betreuerin der Tiroler Sozialen Dienste freut sich über das große Interesse und die Hilfsbereitschaft: „Ich möchte mich hier im Namen aller bedanken, die am Ausflug teilgenommen haben. Danke an unsere unermüdlichen freiwilligen DeutschlehrerInnen. Danke an alle, die während des Deutschunterrichts mit den Kindern spielen, damit wirklich alle Erwachsenen am Unterricht teilnehmen können. Danke für die Unterstützung und Geduld seitens der Gemeinde, für die Nachbarschaftsunterstützung und danke an alle, die mit Rat und Tat den schutzsuchenden Menschen in Lermoos zur Seite stehen.“
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